Verständnisvolle Einkaufswägen - Movement 21
Letztes Update vor 4 Minuten
Wirtschaft
Neueste Beiträge

Verständnisvolle Einkaufswägen

von Gerhard Hinterkörner

Das Problem mit der Intelligenz beginnt schon da: sie ist nicht richtig definiert. Eigentlich ist sie ein Sammelbegriff für die kognitive bzw. geistige Leistungsfähigkeit. Also einfach formuliert unsere Fähigkeit, etwas zu erkennen, zu verstehen, auch einzusehen oder Verständnis für Vieles oder auch für weniger zu haben.

Einkaufswägen haben keine Intelligenz! Zumindest noch nicht. Wenn es nach den Plänen von Hofer geht, wird sich jedoch dies bald ändern. Ich möchte gleich vorwegschicken: ich hab kein Problem mit derartigen Entwicklungen, weil in der letzten Konsequenz wird es immer der Kunde entscheiden, ob so ein System angenommen wird, und andererseits werden dadurch Arbeitsplätze – wenn überhaupt – eingespart, denen kaum jemand nachweinen wird.

Aber noch leben wir in jener Realität, in der die Einkaufswägen noch auf einer Evolutionsstufe leben, wo sie – meist verdreckt, manchmal auch mit technischen Defekten, wie einem knatternden Rädchen, mit Einkaufszetteln und Bons befüllt, und natürlich, wie wir aus der jüngsten Vergangenheit wissen, über und über verseucht mit heimtückischen Viren – darauf warten von uns durch die Gänge der Supermärkte geschoben zu werden. Es fehlt ihnen noch völlig an Intelligenz, ansonsten würden sie etwas gegen so ein tristes Dasein unternehmen.

Um die Jahre, die noch bis zur Entwicklung dieses Vorhabens nötig sind, besser zu überbrücken, könnten wir es mit unserer eigenen Intelligenz versuchen. Diese müsste grundsätzlich schon vorhanden sein, und bedarf nur einer einfachen Aktivierung. Unter Einsatz dieser Intelligenz könnten wir unser Einkaufsverhalten kritisch hinterfragen. Einige Ansätze dabei könnten sein: bei wem möchte ich eigentlich einkaufen? Wen unterstütze ich oder wem schade ich vielleicht sogar damit? Was ist wirklich mein Bedarf? Welchen Ruf hat das Handelsunternehmen meiner Wahl? Wie geht es mit seinen Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden um? Werden regionale Produkte und Konzepte unterstützt? Gibt es lokale Alternativen? Wie oft muss ich einkaufen gehen? Wie viel von meinen Einkäufen landet im Müll und wie könnte ich das verhindern?

Das ist nur eine kleine Auswahl an Fragestellungen, aber Überlegungen dieser Art haben enormes Potenzial. Sie verändern nicht nur das Einkaufverhalten, sondern den gesamten Lebensstil. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass dies eine kleine Revolution auslöst. Es tauchen plötzlich andere Produkte im Kühlschrank auf, dieser wirkt auch noch wesentlich aufgeräumter. Das Essen wird bunter, der Kleiderschrank übersichtlicher, die Konserven- und Toilettenpapierbestände reduzieren sich auf eine Lagerreichweite von wenigen Wochen. Alles wird eine kleine Spur leichter, dies kann im Einzelfall auch noch die Waage beweisen.

Probiere es aus! Es macht wirklich Spaß und es besteht extreme Suchtgefahr, das Hinterfragen seiner eigenen Gewohnheiten fix in seinen Alltag zu integrieren. So behalten wir intelligenzmäßig die Nase vorne, zumindest im Rennen gegen Einkaufswägen!

Kommentare und Antworten

Login anmelden und Kommentare hinzufügen.
Sei der erste der kommentiert
Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Unternehmer aus Leidenschaft, Familienvater, Hobbysportler und Genussmensch!

g.hinterkoerner@movement21.at

Beitrag drucken
PDF Download
Vorteile als m21 Mitglied:
Movement 21 Blog:
Schmöker rein, oder mach es dir bequem und höre dir die Podcasts an. Hier gibt es wöchentlich Neues für dein persönliches Wachstum. Für deinen Perspektivenwechsel.
Diskutieren:
Du kannst dich einbringen, mit anderen Free Movern in einen niveauvollen Diskurs treten und dich vernetzen. Jeder Beitrag bietet die Möglichkeit zum Diskurs und zum Austausch eigener Erfahrungen.
Newsletter:
Aktuell und immer Interessant, widmet sich der Movement 21 Newsletter unmittelbaren Themen, die gerade unter den Fingernägel brennen.
Free Mover werden
Event Einladungen:
Ein spannendes Thema, mindestens zwei interessante Key Speaker und eine außergewöhnliche Location. Mindestens 6x im Jahr bist du dazu eingeladen.
Video Calls:
Videokonferenzen, schnell einberufen, zu einem aktuellen Diskussionsthema oder zu einer Problemlösung, oder ganz einfach zum Erfahrungsaustausch.
Wissensmatrix:
Du hast Zugang zu einer Wissensmatrix die detailierte Informationen aus verschiedensten Fachbereichen liefert.
Geschenk:
Einige Tage nach deiner Anmeldung wird dir ein Geschenk zugestellt, dass dir bei einer wichtigsten Dinge der Welt eine Hand freit hält.
First Mover werden
Firmenveranstaltungen:
Wir können auf Wunsch eine Veranstaltung in deinem Unternehmen organisieren. Bei diesem Event besteht die Chance viele Botschafter deines Unternehmens zu gewinnen.
Beratungsleistungen & Seminare:
Als Partnerbetrieb steht dir individuelle Beratungsleistung zur Verfügung. Du bekommst laufend Updates über die gesamten Möglichkeiten unseres Netzwerkes.
Kooperations- und Beteiligungsmöglichekiten:
Innerhalb der Movement 21 Community entstehen laufend neue Projekte und auch einige Firmengründungen wurden schon umgesetzt.
Mitgestaltung des Movement 21 Manifest:
In Abstimmung mit dir werden Absichten und Ziele definiert die künftig in unserer Gesellschaft massiv an Bedeutung gewinnen werden. Das Manifest wird als Leitfaden für einen wirtschaftlichen Erfolg dienen.
Partner werden
Wirtschaft
Neueste Beiträge

Feel-Good-Manager

von Gerhard Hinterkörner
Mit meinem Schlaraffenlandbericht habe ich auf den richtigen Knopf gedrückt. Viele von euch haben darauf reagiert, kommentiert, mir geschrieben oder mich angesprochen. Einige von Euch haben eine Verbindung zu Bhutan hergestellt. Dies ist ja das einzige Land, in dem das Recht auf Glück in der Verfassung festgeschrieben ist. Dort wird anstelle des Bruttosozialprodukts das Bruttonationalglück gemessen. Eine Fist Moverin stellte die Frage: Warum nicht etwas in einem Unternehmen installieren, was sogar in einem ganzen Land funktioniert?
Wirtschaft
Neueste Beiträge
Meistgelesen

Gründet keine Firmen mehr

von Gerhard Hinterkörner
Ich bin Unternehmer aus Leidenschaft. Im Laufe der letzten Jahre durfte ich mich an einigen Unternehmen beteiligen und hab selbst schon mehrere Firmen gegründet. Zuvor war ich in leitender Position bei verschiedenen Firmen und Konzernen tätig und wenn mir jemand gesagt hätte, was ich in der Selbstständigkeit alles erleben darf und muss, ich hätte es mir wahrscheinlich nicht zugetraut. Aber: ich bereue nichts und bin dankbar für alles, was ich erleben durfte.
Wirtschaft
Neueste Beiträge

Was wollen unsere Kunden?

von Gerhard Hinterkörner
Natürlich gibt es noch jede Menge Menschen, die keine Sekunde Umweltbedenken haben, wenn sie auf Einkaufstour gehen. Wenn du in deinem Bereich auf diese Zielgruppe setzt, kannst du dich also noch eine Zeit lang über schöne Umsätze erfreuen. Aber die Uhr tickt und sei dir sicher, diese Menschen – und unser Planet ist sehr dankbar dafür – sterben langsam aber sicher aus.
Wirtschaft
Meistgelesen

Betrüger oder Vollidioten?

von Gerhard Hinterkörner
Derzeit findet einer der größten Wirtschaftsskandale aller Zeiten statt. Es geht im Wirecard. Einige werden über diese Causa Bescheid wissen, manche vielleicht nicht. Ich sage es wie es ist: ich bin einer der unmittelbar Betroffenen und manche werden jetzt vielleicht meinen, Recht geschieht ihm, wer viel riskiert kann auch dabei verlieren. Mir geht es aber nicht vorrangig um den eventuellen Verlust, den ich dadurch einfahren könnte – solange ich nicht verkaufe ist es ja nur eine Zahl auf einem Depot –, sondern mir geht es um einen kompletten Vertrauensverlust auf verschiedenen Ebenen.
MOVEMENT 21 jetzt auch als App
Alle Podcasts gibt es jetzt für unterwegs mit offline-Verfügbarkeit