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Sport & Kultur

Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren (John F. Kennedy)

Ich komme gerade von einer Tour mit meinem Rennrad zurück und habe spontan beschlossen, Ihnen Lust auf ein Rennrad zu machen. Wenn Sie schon eines haben, umso besser. Vielleicht ist in den nächsten Zeilen eine Anregung dabei, die bei Ihnen die Freude über diese herrliche Erfindung noch steigert.

08.07.2019

Oder Sie kommen von der ganz anderen Seite und ärgern sich eher über die zunehmende Zahl an Rennradfahrer/innen im Straßenverkehr. Vielleicht stimmt Sie dieser Bericht etwas nachsichtiger, wenn Ihnen das nächste Mal ein Rennradfahrer das Tempo reduziert oder sie zum Abbremsen nötigt.

Warum ist ausgerechnet dieser Sport so schön? Es beginnt für mich schon mit der Ästhetik des Rads. So elegeant ausgeführt, so leicht im Gewicht, so reduziert wir möglich und andererseits so belastbar und widerstandsfähig wie nötig. Natürlich darf so ein Wunderwerk bei uns nicht in der Garage stehen, sondern hat seinen Platz im Wohnraum. Die Meinung meiner Frau zu diesem Thema, möchte ich Ihnen gerne vorenthalten.

Ich bin zum Rennradfahren gekommen, weil mir meine Physiotherapeutin riet, mit dem Laufen aufzuhöhren. Nach jahrelangem intensiven Lauftraining wurden meine Rückenschmerzen immer stärker und ich musste schweren Herzens auf eine andere Sportart umsteigen.

Auf Anhieb merkte ich die Vorteile des Radfahrens: man ist wesentlich schneller als beim Laufen und doch noch langsam genug, um die Umgebung wahrzunehmen. Der Radius der Trainingsmöglichkeiten vergrößert sich um ein Vielfaches und ich kam dahinter, welch reizvolle Landschaftensich sich in einem Umkreis von 50 Kilometern von zuhause befinden. Große Hitze, immer wieder eine echte Herausforderung beim Laufen, verwandelt sich auf dem Rad in ein laues Lüfterl und für kühlere Temperaturen gibt es passende Kleidung.

Wenn Sie mit diesem Sport starten, lassen Sie sich von einem Profi beraten. Eine nicht optimale Sitzposition, ein falscher Abstand zum Lenker oder zu den Pedalen, ein falscher Trainingsaufbau, kann Ihnen die Freude an diesem Sport schnell verderben. Wenn man einen Blick dafür hat, kann man sich nur wundern, wie viele Fahrer mit der völlig falschen Haltung unterwegs sind. Wenn alles passt verschmilzt man förmlich mit dem Rennrad und dann stellt sich ein Gefühl ein, als wäre man eins mit diesem Gerät.

Ein scheinbar nicht lösbares Problem in der Firma? Ein Streit mit einem Geschäftspartner? Eine leicht depressive Verstimmung? Fahren Sie eine Tour! In diesem Mix aus Flow, der sich einstellt, wenn man die passende Geschwindigkeit für sich gefunden hat, und der Konzentration, die man einfach braucht auch wieder sicher nach Hause zu kommen, wird einem auf einmal das richtige Argument einfallen, oder sich Ärger einfach relativieren. Von selber, ohne die ganze Zeit darüber nachzudenken, kommen diese Gedanken. Dass dabei auch die Kilos purzeln ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Man ist immer in der frischen Luft und wenn man will, findet man schnell Anschluss. Auf verkehrsentschärften Strecken sind viele Gleichgesinnte unterwegs und wenn man Lust auf eine Unterhaltung hat, findet sich leicht jemand, um die Tour noch kurzweiliger zu machen. Man muss aber nicht und das finde ich auch extrem angenehm. Ich habe viele Jahre Tennis gespielt und irgendwie hat mich die ganze Vereinsmeierei nicht mehr angesprochen. Auf das Rennrad setze ich mich, wenn ich Lust darauf habe und ich brauche mich mit niemandem abzustimmen.

Probieren Sie es aus. Aber: gehen Sie es langsam an! Fahren Sie die ersten Stunden langsam. Machen Sie sich mit dem Rad vertraut. Fahren Sie Ihre ersten Stunden keine anstrengenden Bergetappen. Rollen Sie sich ein. Bauen Sie Sitzfleisch auf und steigern Sie sich langsam, dann wird Ihnen Ihr neues Hobby sehr viel Freude bereiten.

 

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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