Kunst ist frei - Movement 21
Letztes Update vor 13 Minuten
Gastbeitrag
Sport & Kultur

Kunst ist frei

von Gerhard Hinterkörner

Was ist für sie eigentlich Kunst? Johann Nestroy hat gemeint: „Kunst ist, wenn man´s nicht kann, denn wenn man´s kann, ist´s keine Kunst“ und Karl Valentin hatte die Ansicht: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“.

Ich finde beides sehr treffend, die zentrale Frage für mich ist jedoch, wem die Kunst eigentlich dient? Ich finde, an allererster Stelle dem Künstler selbst. Kunst entsteht immer durch einen inneren Antrieb. Und diesem folgen zu können ist jedem Künstler zu wünschen. Natürlich geht es auch darum Stellung zu beziehen, was nicht selten bedeutet der Gesellschaft einen Spiegel vorzuzahlten.

Das ist wahrscheinlich der Grund warum mancherorts so vehement gegen Kultur und Kunst gekämpft wird. Die Kunst ist frei, und das muss eine Gesellschaft aushalten, hat Van der Bellen voriges Jahr zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele gemeint. Ich kann dies nur unterstreichen. Ich bin überzeugt dass sich die Bedeutung von Kunst und Kultur in den nächsten Jahren massiv erhöhen wird.

Die Menschen werden immer weniger arbeiten müssen. Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden viele Arbeitsplätze kosten. Wir sind gut beraten uns in jenen Bereichen zu stärken, die eine Digitalisierung niemals erfüllen kann. Manche definieren sich ausschließlich über Ihre Arbeit oder Ihren Beruf. In unseren Schulen kommt das Thema Kunst und Kultur nicht vor, oder wird sträflich vernachlässigt.

Ich wundere mich immer über die Benotung in Musik bei meinen Kindern. Was wird hier bewertet? Das Talent in einer Skala zwischen Eins und Fünf? Wir sollten uns mehr Zeit nehmen für Konzerte, für Theater, für Filme, für Ausstellungen, für Tanz,.. für alles was uns eine andere Perspektive bietet. Vielleicht sogar einmal etwas ausprobieren, wo es uns eigentlich gar nicht hinzieht. Gezwungen durch ein Kulturabo musste ich vor kurzem zu einer Tanzpeformance in den Posthof. Tanzen ist nicht meine Stärke. Vielleicht noch selber, aber anderen zusehen dabei? Noch dazu waren es nur Männer (KING – by Shaun Parker & Ivo Dimchev).

Meine Abneigung war entsprechend groß.

Was soll ich Ihnen sagen? Es war eine der beeindruckendsten und fantastischen Vorstellungen die ich jemals gesehen habe. Tief berührt von so viel körperlichen Können und einer unglaublichen Gesangsleistung hat diese Aufführung lange nachgewirkt. Dieses Beispiel hat mich gelehrt öfter seine Vorurteile abzulegen und Neues zu testen.

Mit großem Erstaunen beobachte ich auch manchmal die sehr emotionalen Wiederstände gegen Kunstschaffende und deren Fans. Ich bin auch kein Fan von Helene Fischer und der Obmann des Fanclubs von Andreas Gabalier werde ich vermutlich auch nie werden. Aber warum sollte ich jene Leute verurteilen oder pauschal in eine Lade stecken, die hoch erfreut von diesen Konzerten kommen. Helene und Andreas (und wie sie noch alle heißen sollen), machen den Menschen Freude. Punkt!

Wem sollte es dann zustehen hier in eine andere Bewertung zu gehen? Und wem dies schwer fällt sollte sich in der Kunst der Toleranz üben.

Kommentare und Antworten

Login anmelden und Kommentare hinzufügen.
Sei der erste der kommentiert
Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Unternehmer aus Leidenschaft, Familienvater, Hobbysportler und Genussmensch!

g.hinterkoerner@movement21.at

Beitrag drucken
PDF Download
Vorteile als m21 Mitglied:
Movement 21 Blog:
Schmöker rein, oder mach es dir bequem und höre dir die Podcasts an. Hier gibt es wöchentlich Neues für dein persönliches Wachstum. Für deinen Perspektivenwechsel.
Diskutieren:
Du kannst dich einbringen, mit anderen Free Movern in einen niveauvollen Diskurs treten und dich vernetzen. Jeder Beitrag bietet die Möglichkeit zum Diskurs und zum Austausch eigener Erfahrungen.
Newsletter:
Aktuell und immer Interessant, widmet sich der Movement 21 Newsletter unmittelbaren Themen, die gerade unter den Fingernägel brennen.
Free Mover werden
Event Einladungen:
Ein spannendes Thema, mindestens zwei interessante Key Speaker und eine außergewöhnliche Location. Mindestens 6x im Jahr bist du dazu eingeladen.
Video Calls:
Videokonferenzen, schnell einberufen, zu einem aktuellen Diskussionsthema oder zu einer Problemlösung, oder ganz einfach zum Erfahrungsaustausch.
Wissensmatrix:
Du hast Zugang zu einer Wissensmatrix die detailierte Informationen aus verschiedensten Fachbereichen liefert.
Geschenk:
Einige Tage nach deiner Anmeldung wird dir ein Geschenk zugestellt, dass dir bei einer wichtigsten Dinge der Welt eine Hand freit hält.
First Mover werden
Firmenveranstaltungen:
Wir können auf Wunsch eine Veranstaltung in deinem Unternehmen organisieren. Bei diesem Event besteht die Chance viele Botschafter deines Unternehmens zu gewinnen.
Beratungsleistungen & Seminare:
Als Partnerbetrieb steht dir individuelle Beratungsleistung zur Verfügung. Du bekommst laufend Updates über die gesamten Möglichkeiten unseres Netzwerkes.
Kooperations- und Beteiligungsmöglichekiten:
Innerhalb der Movement 21 Community entstehen laufend neue Projekte und auch einige Firmengründungen wurden schon umgesetzt.
Mitgestaltung des Movement 21 Manifest:
In Abstimmung mit dir werden Absichten und Ziele definiert die künftig in unserer Gesellschaft massiv an Bedeutung gewinnen werden. Das Manifest wird als Leitfaden für einen wirtschaftlichen Erfolg dienen.
Partner werden
Sport & Kultur
Neueste Beiträge
Meistgelesen

Heim. at

von Sandra Schwaiger
Reinhard Fendrich, Andreas Gabalier oder Hubert von Goisern? Wem gelingt die Vermittlung des treffendsten Heimatverständnisses? An dieser Stelle sei gedankt, dass sich Heimat nicht über den Grandprix der Volksmusik definiert, zumindest hoffentlich nicht ausschließlich. Heimat als Begriff regt die Fantasie oft mehr an, als es die Realität bestimmen kann.
Sport & Kultur

Dein Leben ohne dich

von Gerhard Hinterkörner
Stell dir vor, du siehst dir dein Leben „ohne dich“ aus einer gewissen Distanz an! Diese spannende Idee wurde 2016 in dem sehr empfehlenswerten Film Wakefield umgesetzt. Mit Bryan Cranston – viele kennen ihn als Walter White in Breaking Bad – ist dieser Film hochklassig besetzt. In diesem Film spielt er den erfolgreichen Anwalt Howard Wakefield, der seines Lebens überdrüssig ist. Er möchte es einfach einmal anhalten. 2016 war dieses „herunterfahren“ noch eine reine Fiktion und höchstens als ein phantasievolles Gedankenprojekt vorstellbar.
Sport & Kultur

RESPONSIBILITÄT

von Sandra Schwaiger
Das Dosenbier ist eine geniale Erfindung, denkt man sich bei Befüllen des Wanderrucksackes und freut sich über den minimalen Gewichtzuwachses und des gleichzeitig maximalen zu erwartenden Gipfelgenusses.
Sport & Kultur

Erst mal eine Stunde aufs Rad

von Gerhard Hinterkörner
Kürzlich habe ich einem von einem Psychologen verfassten Bericht gelesen, dass er empfiehlt, sich vor einer Paartherapie erstmal eine Stunde auf sein Rad zu schwingen. Ich weiß genau was er meint! Wie oft war ich schon deprimiert, oder aufgewühlt, auf die ganze Welt stinksauer, oder noch schlimmeres. Eine schöne Runde auf dem Rad und schon sieht vieles nicht mehr ganz so schlimm aus.
MOVEMENT 21 jetzt auch als App
Alle Podcasts gibt es jetzt für unterwegs mit offline-Verfügbarkeit