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KU 1 - Die Schönheit unserer Unterschiede

Dieses Jahr gibt es ja zwei prominente 50er Feiern: Mondlandung und Woodstock. Das eine das Ergebnis von Planung und erfolgreicher Durchführung, das andere ein Event, wo alles schiefging was nur schiefgehen kann, und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - ein Markenname, der wohl noch viele Generationen weiterleben wird.

26.08.2019

In einem der zahlreichen Berichte dieser Wochen über Woodstock, was es eigentlich war, und was von diesem Esprit, oder Mythos - je nach Sichtweise - eigentlich übrig blieb, las ich einen interessanten Satz: "Es trafen sich dort Leute, die den ewig gleichen Trott satt hatten und die Menschenwürde und Schönheit unserer Unterschiede feiern wollten".

Die Schönheit unserer Unterschiede! Was für ein schöner Gedanke!

Ich frage mich: was hindert uns eigentlich daran, unsere Unterschiede nicht viel häufiger zu feiern, als uns daran zu stoßen!? Allein der Unterschied, dass die meisten Leute völlig anders leben und denken und wir manchmal keine Ahnung haben, wie wir damit umgehen sollten.

Natürlich, als Mittelpunkt der Welt, und in der absoluten Überzeugung, dass sein Weg der einzig richtige ist, fragt man sich natürlich, warum nicht alle anderen auch längst so denken. Glauben sie mir, ich weiß wovon ich schreibe. Sehr lange Zeit hatte ich nicht die geringsten Selbstzweifel.
Es ging vor ungefähr einem Jahr ein Bild um die Welt, das in einer New Yorker U-Bahn aufgenommen wurde: Auf diesem Foto war zu sehen, wie ein Taoist einem jüdischen Paar seinen Platz überlässt und dieses Pärchen zur Seite rutscht, um einer Muslimin Platz zu machen, die gerade ihr Baby stillt.

Wie man weiß, wurde zur Woodstock-Zeit nicht nur die Schönheit der Unterschiede gefeiert, sondern es passierte in vielen Bereichen genau das Gegenteil. Verschwörungstheorien machten wegen des anhaltenden Regens die Runde, die Umweltbewegung stand am Anfang, der Serienmörder Charles Manson schickte seinen mit Drogen vollgepumpten Jünger los, um sieben unschuldige Menschen (darunter die hochschwangere Frau von Roman Polanski) umzubringen, übrig blieben Massen von Müll und andere Hinterlassenschaften und im Übrigen war es nichts weiter als eine Geschäftsidee, die ebenfalls nicht aufging. Nicht einmal der Ort stimmte! Woodstock fand gar nicht in Woodstock statt, sondern in Bethel 70 Kilometer von Woodstock entfernt!

Aber es sind 50 Jahre vergangen und eigentlich könnten wir etwas dazulernen und unser eigenes kleines Woodstock täglich feiern. Wie langweilig wäre es doch, wenn wir zum Beispiel alle den gerade gängigen Schönheitsidealen entsprächen. Alle makellos, vollkommen und jugendlich. Wie langweilig.

Lassen wir uns nicht länger unter Druck setzen von der Übermacht der Bilder, sondern genießen wir unsere Unterschiedlichkeiten. Möglichkeiten gibt es dazu in Hülle und Fülle.

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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