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Ein Corona-Tagebuch

von Gerhard Hinterkörner

Meine Mutter führt schon ihr ganzes Leben ein Tagebuch. Ich unterstelle euch die verschiedensten Assoziationen, wenn ihr das Wort Tagebuch hört, und ich unterstelle ebenfalls, dass keine davon annähernd den Stil meiner Mutter trifft. Es ist nämlich eher strukturiert - wie ein Protokoll.

So nach der Art: „Dienstag, 3. April 1986: Um 8 Uhr sind wir einkaufen gefahren, danach habe ich eine Fleckerlspeis zubereitet. Nach dem Küchenputz habe ich Gartenarbeit erledigt und am Nachmittag kam die Nachbarin Rosi zu Besuch.“ Also nicht die Art von Tagebuch, die dazu dient, sich selbst besser kennen zu lernen, weil man sich regelmäßig mit seinen eigenen Gedanken auseinandersetzt. Auch dient es nicht dazu, sich mit seiner Frustration, Wut, Irritation oder Freude auseinanderzusetzen, um seine Gefühle besser verarbeiten zu können.

Es ist eher eine Art Schreibübung. Und vor allem dient es der Beweisführung, wenn mein Vater und meine Mutter darüber streiten, ob es im Jahr 1976 oder doch einige Jahre später oder früher war, als die Mizzi-Tante ihren Schlaganfall hatte. Das Tagebuch hat keine Erinnerungslücken und es ist absolut unbestechlich. Meine Eltern feiern bald ihren Neunziger, daher könnte es sein, dass sie beide in ihrer Einschätzung der Jahreszahl völlig daneben lagen.

Es gibt natürlich auch eine ganz andere Art von Tagebuch. Nämlich eines, das schon einen ganz außergewöhnlichen Titel trägt: „Chopin besucht Vivaldi und in der Bucht von Venedig schwimmen Delfine“ . In unserem Format „Wie machen wir jetzt weiter?“ war kürzlich Frau Barbara Pachl-Eberhart zu Gast. Dieses Interview hat großes Interesse geweckt, viele Reaktionen folgten darauf und es ist die Nummer eins auf unserem Youtube-Kanal. Und heute, am 5. Oktober 2020, bringt Frau Pachl-Eberhart ihr neues Buch auf den Markt. Unter dem neugierig machenden Titel verbirgt sich noch der Nachsatz „Mein Tanz mit dem kleinsten Feind der Welt“ – ein Corona-Tagebuch.

 

Zum Corona-Tagebuch

 

Ich kann es mir nicht anders vorstellen: dieses Buch wird ihr nächster großer Erfolg werden. Ich durfte schon ein wenig reinlesen und es hat mich sofort in den Bann gezogen. Sie schreibt darin in ihrem unverwechselbaren Stil von der Schwierigkeit, auf sich allein gestellt und ohne Ablenkung ein gutes Leben zu führen. Auch wenn wir zu dieser kleinen privilegierten Schicht gehören, der es von außen gesehen an nichts fehlt. Sie versteht sich in der Kunst der Reduktion auf das Wesentliche. Auf jene Momente, die uns innehalten lassen, die uns in Erinnerung bleiben und uns dankbar und demütig machen. Sie meint in ihrem Epilog, man könne eigentlich nur „Wow“ zu diesem Zustand sagen, auch zu dem was da vielleicht noch kommen mag. Ich kann mich dieser Einschätzung nur anschließen und sag „wow“ zu diesem großartigen Buch!

Wer mehr über Frau Pachl-Eberhart erfahren möchte hat hier gerne die Möglichkeit dazu:

www.mein-lieblingsleben.at

www.barbara-pachl-eberhart.at

 

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Gerhard Hinterkörner

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