Der Teufelskreis des Wohlbefindens - Movement 21
Letztes Update vor 9 Minuten
Sport & Kultur

Der Teufelskreis des Wohlbefindens

von Gerhard Hinterkörner

„No sports“ war auch lange Zeit meine Devise. Als ich dann über das Tennisspiel zu verschiedenen Ausdauersportarten kam, waren die ersten Jahre doch eher eine Verpflichtung (ich wollte keinesfalls wieder mein Höchstgewicht erreichen) als Spaß und Freude für mich.

Nach Jahren der Gewohnheit wurde aus dieser Pflicht fast eine Sucht. Ich merkte wie unrund ich lief, wenn ich mal einige Tage ohne Sport auskommen musste. Erst seit jüngster Vergangenheit gelingt es mir ganz gut, den Sport als fixen Bestandteil in meinem Leben so zu integrieren, dass er weder Sucht noch Pflicht ist, sondern Teil meines Lebenskonzepts, das jetzt mit meinen 56 Jahren auf anderen Werten aufgebaut ist, als in der Vergangenheit.

Sport bedient eine Vielzahl von Anforderungen. Die einen sehen ihn als Ausgleich oder Therapie. Für andere ist er – meist in Verbindung mit Ernährung – Prävention oder Stressbewältigung. Natürlich auch leidenschaftlicher Faktor bei vielen Mannschafts- oder Kampfsportarten. Eines eint aus meiner Sicht jedoch alle Zugänge: Es ist ein gesamtheitliches „Konzept“. Körper, Geist und Seele.

Es muss nicht die vielzitierte Endorphinausschüttung sein, die den Langstreckenläufer in Ekstase versetzt. Es genügt manchmal auch der Spaziergang mit dem Hund, um Hormone auszuschütten. Einfach durch die Bewegung.

Wo treffen Sie die besser gelaunten Menschen? Beim Spaziergang oder im Shopping Center? Ich habe nichts gegen Shopping Centers. Im Gegenteil: dort gibt es meist die neuesten Gastronomietrends, die ich gerne nach einem sportlichen Tagesauftakt teste. 

Es ist ein Teufelskreis. Je mehr man sich bewegt, desto mehr interessiert man sich für die „richtige“ Ernährung. Je mehr man sich mit Ernährung auseinandersetzt, desto mehr weiß man über die gesundheitlichen Auswirkungen unseres Essens und Trinkens.

Wie gesagt: ein Gesamtkonzept

„Wer viel weiß, will noch mehr wissen“ (hat einmal ein gut gelaunter Literaturkritiker gemeint). In dieser Rubrik werden sie künftig viel über Sport/Bewegung/Ernährung und Gesundheit erfahren, und ich hoffe ihr Wissensdurst steigt dadurch ganz ohne Bewegung.

 

Gerhard Hinterkörner
April 2019

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Gerhard Hinterkörner

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