M21 Blog
Gesellschaft und Wissenschaft

Zeitalter der Pandemien

Tja, jetzt ist es wieder soweit. Innerhalb weniger Stunden leert sich der Terminkalender und füllt sich der Kühlschrank. Es geht nicht anders, was kommen soll, kommt. Jetzt hilft kein Zappeln und auch kein Meditieren in unserem Käfig. Das Drehbuch ist längst geschrieben.

03.11.2020

Machen wir uns nichts vor: auch das werden wir irgendwie schaffen. Das ganze Gejammere, auch wenn ich nichts beschwichtigen will, spielt sich trotz allem auf einem unglaublich hohen Niveau ab. Wir leben in Österreich und nicht in Ländern, wo es um das tägliche Überleben geht. Eigentlich können wir schon froh sein, dass wir nicht in Frankreich oder in den USA leben und dort zu den unteren Einkommensschichten gehören.

Mir geht es aber heute um etwas ganz anderes! Treue Leser meiner Beiträge wissen es: ich sehe mir regelmäßig wissenschaftliche Berichte an und bin mittlerweile auf diversen Verteilern, die mich mit aktuellen Studien und Einschätzungen versorgen. In diesen Berichten geht es um andere Themen, als den derzeitigen Lockdown und dessen Auswirkungen. Es geht dabei nicht darum, wie wir jetzt wieder den Symptomen Herr werden, sondern wie wir die Ursachen bekämpfen sollten.

Die Wissenschaft ist sich hier absolut einig: alle Faktoren, die für die Klimakrise verantwortlich sind, die Abholzung von Regenwäldern, Ausweitung und Intensivierung von Land- und Forstwirtschaften und die auf Verschwendung und Überkonsum angelegten Handels- und Produktionssysteme zerstören nicht nur die Natur, sondern erhöhen auch den Kontakt zwischen dem Vieh, Krankheitserregern und uns Menschen. 75 Prozent der Infektionskrankheiten haben einen tierischen Ursprung. 1,7 Millionen bisher unentdeckter Viren warten in den Wirtstieren und rund die Hälfte davon hat Pandemie-Potenzial.

Ja ich weiß: so etwas Schauerliches habe ich bisher noch nie geschrieben, aber ich denke, es ist an der Zeit, dass uns bewusst werden muss, dass dies erst der Anfang ist. Aber wir wären diesen Szenarien nicht schutzlos ausgeliefert. Es gibt wohl kaum eine Regierung auf der Welt, die sich dieser Tatsache nicht bewusst ist. Seit Jahren wird seitens der Wissenschaft empfohlen, auf Präventionskonzepte zu setzen. Es gibt sie, die Schutzstrategien zur Verhinderung eines Übergreifens. Aber die sind politisch schwerer umsetzbar als abzuwarten, bis der Erreger sich ausbreitet.

Und das Verrückteste dabei ist: es wäre auch noch wesentlich billiger. Irgendwo habe ich gelesen, dass die bisherigen Shutdowns und Therapien weltweit Kosten von 16 Billionen Doller verursacht haben. Welch unglaublich schöner Umbau unserer Gesellschaft mit grünen und trotzdem wachstumsfreundlichen Anreizen wäre mit diesem Geld möglich gewesen!? Ich bin überzeugt davon: es ist möglich, unser Klima, die Natur und unsere Gesundheit gleichzeitig zu schützen. Aber nur mit einer völlig anderen Perspektive und der Überzeugung, für unsere Schicksal selbst verantwortlich zu sein.

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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