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Vieles war gut

von Gerhard Hinterkörner

Tja, jetzt neigt sich dieses Jahr tatsächlich dem Ende zu. Vieles Unvorhergesehene und auch Unvorstellbare ist passiert und manche können es gar nicht mehr erwarten, dass wir 2020 endlich vom Rückspiegel aus sehen. Auch mir geht es nicht viel anders.

Besonders fehlt mir derzeit die Möglichkeit zu verreisen, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen, ein gutes Essen in einem schönen Restaurant oder einfach eine gefahrlose und unbedenkliche Umarmung mit jenen Menschen, bei denen man dieses Bedürfnis besonders stark spürt.

Aber, ganz objektiv betrachtet, und gemessen am Leid der vielen Menschen, für die dieses Jahr ganz andere Schicksalsschläge gebracht hat, sind dies alles Luxusprobleme. Und man darf auch nicht vergessen, wie viele Veränderungen uns diese Pandemie brachte, die aus meiner Sicht sehr positiv zu bewerten sind und von denen ich mir wünschen würde, dass wir uns diese Gewohnheiten noch lange beibehalten.

Ich möchte nur drei Beispiele bringen:

Ganz vorne steht bei mir die soziale Komponente. Wenn es wirklich eng wird, helfen wir Menschen zusammen. Noch nie habe ich so viel Absichtslosigkeit erfahren, wie in diesem Jahr. Es hat eine Veränderung stattgefunden. In meinem Netzwerk wird über Projekte, Ideen und Vorhaben gesprochen, die noch vor einem Jahr völlig undenkbar gewesen wären. Viele wissen, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und wollen einen konkreten Teil dafür leisten. Aus meiner Sicht eine unglaublich schöne und unerwartete Entwicklung. Ein großes Geschenk für mich, weil ich manche dieser Projekte künftig begleiten darf.

Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass sich die Menschen mehr in der Natur aufhalten und sich sportlich betätigen. Es wäre interessant, um wie viele Kilometer mehr zu Fuß gegangen, wie viele Stunden mehr an der frischen Luft verbracht wurden, wie viele Stunden mehr sich die Menschen auf dem Fahrrad abgestrampelt haben. Ich vermute eine unglaublich große Zahl. Vielleicht gibt es hier auch eine Statistik? Mir ist sie nicht bekannt.

Und als letzten Vorteil möchte ich hier noch anführen, dass die Achtung der sogenannten systemrelevanten Berufe gestiegen ist. Auch wenn viele Menschen in diesen Berufen es leider nicht in ihren Brieftaschen spüren, so habe ich doch schon lange niemanden mehr über die Kassiererin im Supermarkt, die Fahrer der Zustelldienste, oder schon gar nicht über das Pflegepersonal in den Krankenhäusern schimpfen gehört.

Vielleicht kann man alle drei Bereiche mit dem Begriff Empathie und einen Zugewinn dieser Eigenschaft beschreiben. Mein größter Wunsch für das neue Jahr ist, dass wir uns dies erhalten können. Die Hilfe, wenn es darauf ankommt, mehr Toleranz gegenüber Menschen, die anderer Ansicht sind, Absichtslosigkeit und die Freude an der Natur und das Wissen darüber, wie schützenswert sie für uns ist. Es wäre schön, wenn wir dazu kein Virus benötigen, sondern uns im neuen Jahr immer wieder gegenseitig mit Wertschätzung und Anerkennung anstecken würden. Um die Wirkung dessen zu bestätigen, bräuchten wir keine Massentests, sondern nur den Blick ins Gesicht unseres Gegenübers und es wäre für uns klar: schon wieder ein Positiver!

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

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g.hinterkoerner@movement21.at

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