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Gesellschaft und Wissenschaft
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Unbelehrbar authentisch

von Gerhard Hinterkörner

Unser Bundespräsident hat offensichtlich noch immer nicht kapiert, welchem Land er eigentlich vorsteht! Einen Fehler zu machen ist ja eigentlich schon schlimm genug, aber ihn dann auch noch zuzugeben und sich dafür zu entschuldigen. Da schreien zurecht die Massen nach einer fehlenden Vorbildwirkung. Dabei hätte er doch Anleihen genug! Sind wir doch in Politik und Wirtschaft von aalglatten Managertypen umgeben, die einerseits über jeden Fehler erhaben sind, und falls doch das äußerst unwahrscheinliche passiert, dann gibt es Ausreden von erster Güte!

Er hätte sich auch gar nichts Neues einfallen lassen müssen. Nachdem unser Budget sowieso kracht wie die sprichwörtliche Kaisersemmel, können wir uns auch nur noch die billigsten Ausreden leisten. Eine die ihm das ganze Land verziehen hätte, wäre auf der Hand gelegen: „Es war eine besoffene Geschichte“!

Oder er hätte anführen können, dass er eh mehrmals darauf verwiesen hat, dass es schon zu spät ist, aber der Wirt hat ihm einfach die Rechnung nicht gebracht. Selbst der Einsatz seiner Bodyguards bewirkte kein schnelleres handeln des Gastronomen. Sein Hund wollte einfach nicht aufstehen. Seine präsidiale Gattin kehrte nicht von der Toilette zurück. Er hat vergessen, seine Uhr auf Sommerzeit umzustellen …

Sie merken schon, mit ein wenig Phantasie wäre dieser staatsgefährdende Gesetzesbruch vom Tisch zu wischen gewesen. Wie es halt in unserem Land und in unserer Kultur üblich ist. Aber was macht ein Van der Bellen, er ist zerknirscht, es tut ihm leid, er entschuldigt sich. Was soll das für ein Vorbild sein?

Völlig verständlich, dass jetzt die Oppostionspolitker – ihrerseits über jeden Zweifel erhaben – massive Konsequenzen fordern! Selbstverständlich muss das jetzt der Freibrief für alle anderen Österreicher/innen sein, sich auch ab sofort an keines der auferlegten Corona-Gesetze zu halten.

Wo kämen wir da hin, wenn wir voraussetzen würden, dass wir mündig genug sind, um selbst zu entscheiden, wie wir unser Verhalten in der Öffentlichkeit anlegen, oder ob wir uns gesetzliche Auflagen halten? Womöglich zu einer Unabhängigkeit und Selbstbestimmung frei von gesellschaftlichen Zwängen! Und das ist nicht die Zielsetzung einer Kultur, die lieber die fadenscheinigsten Ausreden akzeptiert, als das Zugeständnis eines Fehlers!

Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Unternehmer aus Leidenschaft, Familienvater, Hobbysportler und Genussmensch!

g.hinterkoerner@movement21.at

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