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Gesellschaft und Wissenschaft

Tomorrowland

von Gerhard Hinterkörner

Im vielbeachteten Leitartikel er OÖN war vorige Woche zu lesen, dass wir verwirrt, fehlbar und erschöpft wären. Es ist unter anderem von den Fallgruben unserer Psyche zu lesen und dass die Großartigkeit unseres Individuums sehr schnell in sich zusammenfällt.

Wenn dem so ist – und davon bin ich auch überzeugt – stellt sich für mich die Frage, wie wir trotz dieser Defizite gut miteinander auskommen sollen?

Es gibt derzeit eine Vielzahl von großartigen Initiativen und Projekten, die im Prinzip alle an dieser Frage und - daraus abgeleitet - an unserer Zukunft arbeiten. Quasi an einem „Tomorrowland“, in dem wir nicht klein beigeben, sondern selber bestimmen, was wir nicht wollen und was wir stattdessen wollen. Und es gibt tatsächlich viele engagierte Menschen, die sich nicht vor ehrlicher Arbeit an dieser Zukunft drücken.

Diese Menschen sind meist keine Visionäre oder sogar Utopisten, die gleich morgen damit anfangen möchten, an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Nach dem Motto: „Ja, ich fange ganz sicher an, aber ich brauche noch ein wenig.“ Die Idee ist ja schon da, die meiste Arbeit damit schon gemacht, ich bräuchte jetzt nur noch jemanden, der mir viel Geld für diesen Geistesblitz bezahlt. Dann geht es los.

Für mich ist einer der Schlüssel gegen die Fehlbarkeit und Verwirrtheit die Selbsterkenntnis. Selbsterkenntnis ist nicht Selbstüberschätzung, sondern Ehrlichkeit mit sich selbst. Und niemand nimmt sie uns ab.

Menschen, die sich diesem Prozess unterzogen haben, beschäftigen sich danach mit der Frage, was eigentlich im Hier und Jetzt alles möglich und denkbar ist. Diese Frage und das damit verbundene selbstbestimmte Leben sind in der Regel anstrengend, weil es nämlich nichts mit den Vorgaben unsere Konsumgesellschaft und Werbung zu tun hat, die uns täglich die Antwort liefern, wie WIR zu leben haben.

Dieser Prozess führt uns in unser ganz persönliches Tomorrowland, verbunden mit der Fähigkeit, unsere eigenen Bedürfnisse zu kennen, daraus unsere Werte, unser Mindset und vor allem unsere freie Entscheidung zu entwickeln. Ein schwieriger und anstrengender Weg, aber ein lohnender, denn er führt und raus aus Verwirrung und Fehlbarkeit.

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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