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Gesellschaft und Wissenschaft

Der Steinwurf

Ich möchte diese Rubrik mit der philosophischen Wissenschaft beginnen. Vor vielen Jahren hörte ich bei einer frühmorgendlichen Autofahrt die „Gedanken für den Tag“ auf Ö1.

01.06.2019

Mich beeindruckten die Gedanken einer jungen Philosophin. Die Sichtweisen und Ansätze dieser jungen Frau berührten mich derart stark, dass ich sofort versuchte mit ihr Kontakt aufzunehmen. Es gelang mir Kontaktdaten von ihr zu erhalten und nach einem ersten Treffen entwickelte sich eine Art Coaching Prozess der gut ein Jahr dauerte und damit endete, dass wir gemeinsam über ein renommiertes Beratungsunternehmen Aufträge abwickelten, die Bedarf an unserer Mischung aus wirtschaftlicher und philosophischer Kompetenz hatten.

Jetzt, viele Jahre später – ich bin noch immer in Kontakt mit ihr und sie ist mittlerweile eine äußerst erfolgreiche Kommunikationstrainerin und Unternehmensberaterin, bin ich davon überzeugt, dass diese Mischung (Wirtschaft/Philosophie) ein völlig unterschätztes Potenzial bietet.

Das gemeinsame Coachingjahr hat mein Leben grundlegend verändert und die Erkenntnisse aus dieser Zeit waren Basis für mein privates Glück, mein Familienleben und meinen wirtschaftlichen Erfolg.

Ein einfaches Beispiel aus diesem Jahr:
auf Hemma‘s (so der Vorname meiner Philosophin) Empfehlung visualisierte ich mir gedanklich meine künftigen runden Geburtstage. Sie fragte mich, wie ich meinen 40er, 50er, 60er, ...verbringen möchte:

Wo? Wie? Mit wem? Das ist ein starkes Bild! 

Versuchen Sie es mal. Wer soll bei Ihnen sein? Wer aus der Familie, welche Freunde, Kollegen, Nachbarn, ...
Wo soll diese Feier sein? 
Welchen sozialen Status wollen sie erreicht haben?

Für mich war dieses Bild damals (ich war gerade mal 30 Jahre alt) relativ klar und mein Wille, dies auch zu realisieren stark genug, um rechtzeitig jene Schritte zu setzen, um dieses Ziel auch zu erreichen.

Ich kämpfte um die Frau meiner Träume, und sie wurde tatsächlich meine Frau. Sie schenkte mir zwei wunderbare Kinder, ich bemühte mich meinen ersten Sohn (aus einer vorangegangen Beziehung) in die Familie zu integrieren, baute mit der Unterstützung meiner Frau ein erfolgreiches Unternehmen auf, in welchem unsere MitarbeiterInnen mit großer Freude und Loyalität arbeiten. Wir bauten ein Haus, in dem wir uns sehr wohl fühlen, ich pflegte jene Freundschaften und Beziehungen die mir wertvoll und teuer sind und ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, von denen ich lernen durfte und meine Persönlichkeit weiterentwickelt habe.

Das und noch einiges mehr, sah ich alles auf diesem Bild, und mir war bewusst, wenn ich in sechs, sieben oder acht Jahren meinen nächsten Runden so feiern will, sollte ich JETZT daran arbeiten.

Diese Methode lässt sich auf viele andere Bereiche im Leben anwenden. Was muss ich jetzt tun, wenn ich in drei Jahren nur noch halb so viel arbeiten will? Ich kenne sehr viele Unternehmer, die so einen oder einen ähnlichen Plan haben. Leider kenne ich nur einen einzigen, der es geschafft hat, auch wirklich in diesem geplanten Zeitraum seine bisherigen Aufgaben abzugeben und sich gleichzeitig seinen Lebenstraum – in diesem Fall die Hälfte des Jahres auf einem anderen Kontinent zu verbringen und die Sprache zu erlernen – zu erfüllen.

Auch mir ist es gelungen diesen Plan umzusetzen. Sie lesen ihn gerade. Ich wollte mich, völlig abseits von meiner bisherigen Profession, nochmals neu erfinden. Höchst behilflich dabei war mir die Welt der Philosophie.

Die, durch die Reduzierung von bisherigen Aufgaben, neu gewonnene Zeit nütze ich einerseits für das Projekt „Körper“ (Rubrik Gesundheit/Sport) und andererseits für Literatur und den Konsum von Berichten/Interviews/Reportagen auf Ö1/3sat/arte/Planet Wissen usw.

Bücher wie „Der tägliche Stoiker“, „Factfulness“, oder „Zuversicht – die Kraft der inneren Freiheit“, nur um einige Beispiele zu nennen, veränderten meine Einstellung, meine Weltsicht und meine Persönlichkeit ganz wesentlich.

In dieser Rubrik werde ich künftig immer wieder Auszüge aus diesen Bereichen bringen. Mein Anspruch dabei ist, Ihnen die Quintessenz zu filtern, sie neugierig auf mehr zu machen, Ihnen Zeit zu ersparen, das für Sie Relevante zu übermitteln.

„Lust auf mehr“ soll bei Ihnen entstehen. Interesse, sich zu vertiefen. Ich sehe mich als der Steinwurf ins Wasser. Wie gut die Wellenphysik funktioniert, liegt an Ihrem Interesse und Ihrem Einflussbereich auf Ihr Umfeld.

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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