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Gesellschaft und Wissenschaft

Steigende Preise – es muss weh tun!

Wer hätte sich gedacht, dass wir binnen weniger Wochen Überlegungen anstellen, wie wir ernsthaft aus der Energieabhängigkeit von Russland rauskommen? Hätten wir es für möglich gehalten, dass die EU mal an einem Strang ziehen kann? Warum ist das möglich? Veränderungen sind eben viel schneller möglich, wenn es beginnt zu schmerzen, oder sogar schon richtig weh tut.

14.03.2022

Die Verteuerung in den unterschiedlichsten Bereichen wird auch vielen richtig weh tun, und ich sehe darin auch eine große Chance! Ich möchte drei Beispiele anführen:

Nehmen wir als erstes Fleisch! Vor einigen Wochen sorgte ein Video über die tägliche Vernichtung von Fleisch für große Aufregung. Und man war sich einig: Schuld daran sind die niedrigen Preise, bei Schwein z.B. 25 Cent pro Kilogramm. Jetzt steigen die Preise, und am Freitag hat mir eine Wirtin mit Tränen in den Augen erzählt, dass Sie jetzt den Preis für das Schnitzel erhöhen müssen und daher fürchtet, dass die Gäste ausbleiben. Ich frage mich, warum wir diesen Preisanstieg nicht zum Anlass nehmen, unser Konsumverhalten zu verändern. Das kulinarische Angebot, sich fleischlos zu ernähren, ist mittlerweile so umfangreich, dass es einem nicht mehr an Vielfalt und Genuss fehlt. Also warum reduzieren wir nicht zumindest unseren Fleischkonsum und kompensieren damit den Preisanstieg? Auch die Wirtin könnte sich überlegen, welche Alternativen sie auf die Speisekarte nimmt. Aber ich fürchte, der Preisanstieg ist noch viel zu gering und ich bin ganz sicher, dass weiterhin jeden Tag Tonnen von Fleisch vernichtet werden; von der fehlenden Rücksicht auf die Tiere möchte ich da noch gar nicht sprechen.

Zweites Beispiel Brot: gleiches Spiel! Jeden Tag wird Brot und Gebäck in Österreich vernichtet, im selben Ausmaß, wie eine Stadt wie Graz benötigt. Brauchen wir wirklich dutzende Brot- und Gebäcksorten bis zum Ladenschluss frisch aufgebacken in den Supermärkten? Müssen wir wirklich in Österreich abhängig sein von Getreideimporten? Längst ist bewiesen, wie schädlich ein zu hoher Verzehr von Weizenprodukten ist. Warum sehen wir es nicht als Chance, unser Ernährungsverhalten zum Wohle unserer Gesundheit und unserer Finanzen umzustellen?

Drittes Beispiel Treibstoff: Kennt ihr jemanden, der schon auf der Suche nach einer Fahrgemeinschaft ist? Jemanden, der auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen ist? Ein Unternehmen, das seinen Werksverkehr schon optimiert hat? Nicht mehr beladen von A nach B fährt und leer retour? Auf welche Importe von China haben wir schon verzichtet, weil sich die Logistikkosten verzehnfacht haben? Ich könnte noch viele Beispiele anführen, aber jeder weiß, auf was es hinausläuft. Es schmerzt noch immer zu wenig!

Ich habe diese drei Beispiele auch noch aus einem anderen Grund angeführt: Umweltschutz und Klimawandel. Unsere Mobilität und unsere Ernährung sind die Haupttreiber des Klimawandels und wir hinterlassen damit einen katastrophalen ökologischen Fußabdruck. Jetzt wird uns durch die steigenden Preise eine Rutsche gelegt. Wir könnten uns damit in eine andere Zukunft befördern, nämlich in einen enkeltaugliche, sauberer und gesünder - und besser für unsere Finanzen!

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Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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