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Gesellschaft und Wissenschaft

Neid is wos Schiachs

Seit Monaten warten wir auf einen Impfstoff und keine fünf Stunden, nachdem bekannt wurde, dass eine Firma den Durchbruch erzielt hat, beginnt die Diskussion über die Millionen von Euros, die jetzt von einzelnen oder von der bösen Pharmaindustrie im speziellen gescheffelt werden.

13.11.2020

Wie zum Thema passend hat der bekannte Arzt und Autor Professor Johannes Huber wieder ein neues Buch veröffentlicht. Es nennt sich „Das Gesetz des Ausgleichs – Warum wir besser gute Menschen sind“. In seiner Präsentation des neues Buches hat Herr Prof. Huber davon gesprochen, dass Geiz und Gier krank machen. Ja, noch vielmehr, dass sie mit Erschöpfung und Verzweiflung einhergehen.

Ich kann Herrn Prof. Huber nur Recht geben. Ich hab in meinem Leben einige sehr gierige Menschen kennengelernt. Mittlerweile habe ich alle aus dieser Kategorie aus meinen Kontakten entfernt und einige davon sind – manch einer vermutlich aus Verzweiflung – leider schon verstorben. Ob wirklich alle aus Gier und Neid krank wurden, sei dahingestellt. Eines aber haben wirklich alle erreicht: sie sind völlig erfolglos geblieben, haben oder hatten unbefriedigende Berufe, haben in die falschen Projekte investiert und damit das mühsam und gierig Ersparte wieder in den Sand gesetzt.

Diese Eigenschaft wohnt mir Gott sei Dank nicht inne, und daher frage ich mich, wie solche Muster überhaupt möglich sind. Würde es etwas nützen einmal aufzuzeigen, wie viel Geld, Zeit und Energie von unternehmerisch denkenden Menschen versenkt wird, weil der entscheidende Durchbruch nicht erfolgt? Und natürlich gibt es dann auch welche, die mit diesem – manchmal auch selbstzerstörerischen – Einsatz zu materiellem Erfolg kommen. Jenen, die diesen Erfolg dann neiden, ist jedenfalls nicht klar, dass der gleiche Erfolg bei ihnen nichts als Leere hinterlassen würde. Er trägt nämlich deren wahren Bedürfnissen und Gefühlen nicht Rechnung. Dafür müssten sie aber ihren Minderwertigkeitskomplex überwinden und Selbstvertrauen aufbauen. Ein fast unmögliches Unterfangen bei Menschen mit sozialer Erfahrungsarmut.

Niki Lauda hat in einem seiner letzten Interviews gesagt „der Neid ist ein Hund“. Als leidenschaftlicher Hundeliebhaber erachte ich dies als Beleidigung für die empathischen Vierbeiner. Für mich ist es einfach nur „wos furchtbar Schiachs“!

Kommentare und Antworten

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  • Rene Grafeneder Badge M21 Free Mover 14.11.2020 um 00:50
    Ich trau mich fast zu behaupten dass Charaktere die von Neid besessen sind, kaum zu den Follower der MM21 zählen.

    Das Übel der dritten Dimension.... die besagten Personen finden den größten Stellenwert im eigenen Status. Protzige Autos, teure Uhren, welche Position steht auf der Visitenkarte und wie groß ist das Haus.

    Dieser Lebensweg zieht meist die größten Neider an und es gibt immer einen der noch "besser" zu sein scheint.

    Ein "Johnny Blender" jagt dem Anderen hinterher.

    Aber wie Du so schön geschrieben hast, das Problem liegt im Selbstwertgefühl.

    Meistens vergessen diese Personen die wahren Werte im Leben. Ehrlichkeit, Loyalität, Handschlagqualität und vor allem Menschlichkeit und Empathie sind oft Fremdworte.

    Doch was hilft es Einem wenn mal der Hut brennt, eine Lebenskrise ansteht und man alleine da steht?

    Egal welche Lebenssäule wackelt, ob man gesundheitliche Probleme hat, man trauert, Probleme in der Liebe hat oder sogar die Existenz auf dem Spiel steht.

    Erst dann macht sich der wahre Reichtum bekannt! Echte Freunde, Familie und Vertrauenspersonen die hinter einem stehen, sich Zeit nehmen und mit Rat und Tat zur Seite stehen oder einfach nur ein offenes Ohr haben!
Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Business-Concierge und Charakter Trainer

g.hinterkoerner@movement21.at

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