Seit vielen Jahren lese ich im Profil die sensationellen Reportagen von Elfriede Hammerl. Im aktuellen Beitrag schreibt sie – pointiert wie immer – von den „Jägerinnen des goldenen Greises“! Also von jenen Frauen, die sich einen reichen Mann angeln und damit alle Sorgen los sind. Nachdem sie sich dabei wirklich auf die Superreichen konzentriert stellt sie das sogar als „Geschäftsmodell“ dar.
27.01.2021
Beispiele dafür gibt es ja in der Welt der Prominenten jede Menge, und dort sind Altersunterschiede zwischen 20 und 40 Jahren mittlerweile keine Seltenheit mehr.
Trotzdem denke ich, dass Frau Hammerl mit diesem Generalverdacht zu Unrecht ein Vorurteil bedient und sie der Frauenwelt damit nicht unbedingt einen guten Dienst erweist. Ich unterstelle einmal, dass es durchaus Frauen geben kann, die gleichaltrige Partner als zu wenig reif empfinden, vielleicht sogar als zu kindisch und rechthaberisch. Was gibt es Schlimmeres als einen 30jährigen Mann, der glaubt allwissend zu sein?
Natürlich hat mit 50 oder 60 die Kraft und Energie schon erheblich nachgelassen, aber ein wenig davon kann man mit Erfahrung, Weltgewandtheit und einem ausgewogenen Verhältnis von Selbstwert gutmachen. Angeblich gibt es ja auch Frauen, die sich in einer Beziehung auch auf Vertrauen, Verlässlichkeit und Sicherheit stützen wollen. Angeblich kann es sich manchmal auch um Liebe handeln!
Und was ist mit dem Vaterkomplex? Laut einer Statistik sind es mittlerweile speziell die Töchter von alleinerziehenden Müttern, die häufig nach dem Papaersatz suchen. Dadurch können sie alles nachholen, was sie ihr Leben lang vermisst haben. Ich will mich dabei jeder Wertung entziehen.
Darum geht es mir in diesem Beitrag. Ich habe mich gefragt, wie sich eine Frau fühlen muss, die einen reiferen und wohlhabenderen Partner hat, wenn sie so eine Reportage liest. Frau Hammerl bringt dabei auf den Punkt, was ihr viele sowieso unterstellen. Den älteren Männern, die sich von diesen jungen Dingern angeln haben lassen, unterstellt man im Übrigen dann einen ausgeprägten Mutterkomplex.
Ich denke mir, da gibt es sehr viele Schattierungen und wir tun gut daran, jede moralische Verurteilung zu vermeiden.
Business-Concierge und Charakter Trainer
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