M21 Blog
Gesellschaft und Wissenschaft

Gnadenlose Spaltung

Ich mache mir ehrlich gesagt ernsthaft Sorgen darüber, wie das Thema unsere Gesellschaft gnadenlos spaltet … Politik, Medien und weite Bereiche der Medizin fördern diese unreflektierte Polarisierung, indem sie einen qualifizierten Diskurs mit unterschiedlichen Sichtweisen nicht zulassen.

26.07.2021

Alle mit anderen Sichtweisen sind „Impfverweigerer“, „Corona Leugner“, „Querdenker“ …. Ja natürlich, es sind zum Teil Extremisten in diesen Gruppen. Aber meine Wahrnehmung ist, es gibt zahlreiche Menschen, die nichts verweigern oder leugnen, sondern nur einfach viel ganzheitlicher auf dieses Thema schauen. Die Vehemenz, wie von vielen Verantwortungsträgern derzeit der konstruktive Diskurs abgewürgt wird, müsste doch eigentlich schon stutzig machen.

Ganz ehrlich, ich gehöre ebenfalls zu dieser Gruppe von Menschen, welche die Sinnhaftigkeit der Messung einer Virenlast hinterfragen. Es gibt zahlreiche namhafte Mediziner die ganz klar sagen, eine Infektion ist noch keine Krankheit und es ist Unfug, bei allen Menschen Angst dadurch zu verbreiten! Darunter sind auch sehr namhafte wie z.B. Univ. Prof. Christian Schubert (von dem habe ich eine 1 ½ stündiges sehr interessantes Interview) dem Gründer des Instituts für „Psychoneuroimmunologie“ an der Med. Uni Innsbruck, oder die Ex-Frau von Karl Lauterbach, die ebenfalls mit ihm in Harvard studiert hat, sieht das ähnlich. Einer der weltweit führenden Wissenschaftler und Professor an der Standord University – Prof. John Ionnidis – kritisiert in einem Interview, dass in seinen Augen die Wissenschaft den Menschen zu dienen hat, und dafür braucht es Unabhängigkeit … und diesen Pfad der Unabhängigkeit hat zuletzt mancher seiner Kollegen verlassen, weil er sich für die Interessen anderer hat instrumentalisieren lassen. In seinem sehr breiten Blick auf unser Leben sagt er, dass die Art und Weise, wie wir mit dem Virus bisher umgegangen sind, dazu geführt hat, dass wir vielen Menschen jetzt erst wieder lernen müssen, was es heißt zu leben … so sehr wurden sie verängstigt. Ist das nicht irgendwie absurd? Eine einzelne Gefahr des Lebens wird dermaßen hochstilisiert, dass wir auf das Wesentliche überhaupt vergessen … „nämlich das Leben selbst?“.

Zum Thema „Wie sehr wollen wir in Zukunft Gesundheit messen?“ widmet sich auch der sehr fundiert argumentierende Bestsellerautor Yuvel Harari in seinem letzten Buch. Er spricht davon, dass es technisch natürlich möglich sein wird, über implantierte Sensorik den Körper ständig zu überwachen. Jeden Tag zu messen – grün oder rot? Wollen wir das? Macht das Sinn? In seinen Augen nein, denn die Folge wird sein, dass wir uns ständig krank fühlen werden, weil es häufig irgendwelche Ungleichgewichte im Körper gibt, mit denen dieser aber im Regelfall umgehen kann … und erreichen damit genau das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen. Viren und Bakterien sind Teil unseres Lebens, unseres Universums, … wir können sie nicht kontrollieren, so der Tenor vieler Wissenschaftler und Medziner. Aber der Mensch wurde darauf vorbereitet, mit einem hoch komplexen Immunsystem … und dafür, dass dieses gut für uns arbeitet, können wir etwas tun. Was erreichen wir denn, wenn wir die Mehrheit der Bevölkerung, für die das Corona Virus kein nennenswertes Problem darstellt, stigmatisieren, Ängste verbreiten und künstlich das Gefühl erzeugen, sie sind krank? Das leugnet aber natürlich noch nicht die Tatsache, dass es eine Reihe von Menschen gibt, deren Immunsysem dieser Bedrohung nicht so gut oder unzureichend gewachsen ist.

Prof. Schubert sagt z.B. die Impfung ist in seinen Augen das letzte Mittel gegen Corona. Unsere Psyche ist unmittelbar mit unserem Immunsystem verbunden … die innere Kraft, die ich darüber entwickle, hat wesentlichen Einfluss auf die Funktion unseres Abwehrsystems. Und natürlich gibt es als nächstes zahlreiche bekannte und natürliche Maßnahmen, das Immunsystem zu stärken. Ist es nicht verdächtig, dass darüber in der Öffentlichkeit kaum gesprochen wird, sondern nur über die Impfung? Dr. Schubert sagt auch, es ist falsch von Impfung zu sprechen, denn die Funktionsweise ist eine völlig andere, als die bisher bekannte Art, unser natürliches Immunsystem beim Aufbau von Antikörpern zu unterstützen. In seinen Augen gibt es auf ganz viele Fragen noch keine Antworten. Für mich ist das auch logisch, denn wir haben schlichtweg in der Medizin und Wissenschaft keine längerfristigen Erfahrungswerte, was passieren wird. Das sollte man doch eigentlich ganz klar den Menschen sagen.

Warum sollen wir unreflektiert die Pharmaindustrie als „alleinigen Retter“ feiern und ihr uneingeschränkt vertrauen? Biontec hat beispielsweise in Q1 eine Gewinnmarge von 50 %!!  … und hat nach eigenen Aussagen folgendes Ziel: „Unser Ziel ist es, zum globalen Machtzentrum der Immuntherpie im 21. Jahrhundert zu werden“  - Aussage Vorstandschef Sahin. Wenn ich solche Aussagen höre … „Machtzentrum“ … es zeigt sich doch ganz klar, wohin uns diese Geisteshaltung als Gesellschaft führt!

Dass eine Impfung nicht die alleinige Lösung sein wird so wie man es uns bisher immer verkauft hat, war mir persönlich schon immer klar … und das zeigt sich jetzt ja, mehr und mehr doppelt Geimpfte infiziern sich wieder oder erkanken sogar. Wenn die Schwere der Erkrankungen zurückgeht, dann haben wir damit für sich betrachtet natürlich einen positiven Effekt … aber die Infektionen sind damit nicht gelöst. Also wie soll es dann weitergehen? Bis zum Sankt Nimmerleinstag Infektionen messen, die Pandemie am Laufen halten, Menschen in ihrem natürlichen Wesen dauerhaft einschränken, die Gesellschaft polarisieren, die Angst weiter schüren, die Menschen alle 6 Monate gegen die x-te Mutante impfen, der Pharmaindustrie zu ihrem gewünschten „Machtzentrum“ zu verhelfen? Das sind Fragen, die ich mir stelle ….

Du merkst, ich werde emotional in diesem Thema, weil mein Gefühl ist, dass wir als Gesellschaft in eine völlig falsche Richtung gehen … und das auf breiter Basis leider auch zulassen. Ich verurteile niemanden, weil er eine andere Sicht oder Meinung hat, …. es mag manchmal eine Herausforderung sein, dies „auszuhalten“, aber es ist wichtig zu erkennen, dass es vielfach nicht nur eine Wahrheit gibt. Daher schmerzt mich dieses Ausgrenzen, dieses Polarisieren so sehr … vor allem dann, wenn es überwiegend dazu missbraucht wird, den eigenen Interessen zu dienen (Machtzentren aufzubauen, überdimensionale Vermögenszuwächse einiger weniger auf Kosten der Mehrheit, ...).

Vielleicht habe ich jetzt zu viel hineininterpretiert, aber der ironische Vergleich mit den Querdenkern und dem Messen hat das in mir ausgelöst … wir sollten unterscheiden zwischen Extremisten ohne konstruktiven Sichtweisen, und den Menschen die bewusst, reflektiert und ganzheitlich auf Entwicklungen schauen und sich von vielfach manipulativer Meinungsmache nicht anstecken lassen, um eigenverantwortlich eine Entscheidung zu treffen. Wenn wir letztere ausgrenzen, dann werden wir sehr schnell Spielball von Mächten werden, die nicht das Gemeinwohl im Focus haben. Darum sollten wir diese Gruppe auch nicht leichtfertig mit den Extremisten gleichsetzen.

Vielleicht konnte ich mein Anliegen vermitteln, oder zusätzlichen Blickwinkel …. Es geht auch nicht vorrangig um Corona, oder um Impfen richtig oder falsch … das ist nur stellvertretend für die Frage, wie wir als Gesellschaft zukünftig miteinander umgehen wollen, wie Sichtweisen entstehen, ob wir eigenverantwortlich werden wollen …. Und ob wir weiterhin ein sehr mechanistisches Weltbild mit geglaubten linearen Zusammenhängen verfolgen wollen, oder eines, das wieder ganzheitlicher geprägt ist, und sich der vielschichtigen komplexen Zusammenhänge unseres Lebens bewusst ist und auch unserem Gefühl wieder mehr Raum gibt. Die gefühlt schon dauerhafte Dominanz von Virologen und Statistikern mit ihrem extrem eingeschränkten Blickwinkel, gehören für mich ganz eindeutig in die erste Kategorie.

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Der Autor
Gerhard Filzwieser

Unternehmer, Unbequemdenker, Autor, Speaker, Fotograf

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