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Fieberhaft, händeringend & Co

von Gerhard Hinterkörner

Treue Leser meiner Beiträge wissen es bereits: manch vielzitierte Ausdrucksweise bringt mich entweder auf die Palme oder lässt mich eher kopfschüttelnd zurück. Eher lustig finde ich beispielsweise die händeringende Suche nach Fachkräften. Wann immer Unternehmer MitarbeiterInnen suchen, machen sie dies händeringend. Man könnte sich die vielen Tafeln vor den Firmen sparen, auf denen steht, welche Professionisten gerade gesucht werden. Es bräuchte sich nur der Eigentümer/die Eigentümerin händeringend vor die Firma stellen. Jeder wüsste: hier wird ganz dringend nach Personal gesucht!

Sollte diese Firma nicht auf einem erdbebensicheren Untergrund stehen und irgendwann im Zuge einer heftigen Erschütterung zusammenfallen, wird sofort nach den Überlebenden gesucht werden. Sie ahnen es schon, in welchem Zustand! Nämlich fieberhaft. Es gibt gar keine andere Suchmethode als fieberhaft. Man kann sich also relativ sicher sein, sollte man gefunden werden, wird man sich wahrscheinlich mit diesem unsäglichen Virus anstecken. Gefunden wird man auf alle Fälle von einem stark fiebernden Menschen.

Besonders einfallslos finde ich auch das allgegenwärtige „& Co“. Besonders strapaziert werden dabei die immer die gleichen Großkonzerne wie Amazon & Co, Facebook & Co, Bitcoin & Co, also für alle ähnlichen Branchen oder Dinge, die man auch z.B. einem Internetversand zuordnet, wird nicht die Kategorie oder der Fachbegriff für die Branche verwendet, sondern der Marktführer oder das bekannteste Beispiel und alle anderen sind dann „& Co“. Witzig, wenn man sich vorstellt, dass diese Abkürzung eigentlich im Handelsrecht ein Hinweis auf die Rechtsform ist und damit auch nur das eine Unternehmen gemeint sein könnte und ihre dazugehörigen „Compagnons“.

Sie können mich jetzt gerne spitzfinderisch und altmodisch schimpfen, ich finde es trotzdem schade, dass wir angesichts eines so unglaublich reichen Sprachschatzes, zu dem wir zumindest Zugriff haben könnten, uns in verschiedenen Bereichen so reduzieren. Wir hätten daher unzählige Varianten. Unzählig ist übrigens der Begriff, mit dem ich diesen Beitrag beenden möchte. Unzählig ist - so kommt mir manchmal vor - schon bald jede dreistellige Zahl und manchmal sogar darunter. Wenn sich jemand auf Facebook für seine 23 Geburtstagswünsche bedankt, sind dies schon unzählig viele – obwohl es in diesem Fall sogar Facebook ausrechnet und anführt. Oder sehr amüsant war kürzlich ein Beitrag einer Regionalzeitung, die auf einer ca. 800 Meter langen Straßenstrecke unzählige parkende LKW´s ausmachte.

Nach Journalisten mit ausgeprägteren Rechenkenntnissen wird händeringend gesucht!

Der Autor
Gerhard Hinterkörner

Unternehmer aus Leidenschaft, Familienvater, Hobbysportler und Genussmensch!

g.hinterkoerner@movement21.at

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Bitte versorgt uns mit neuen Bildern

von Gerhard Hinterkörner
Wie oft kann man ein Bild von einem Corona-Test ertragen? Ich kann bei dem Wort Corona-Testungen – und dies kommt in den letzten Monaten auf allen Sendern, zu allen Tageszeiten und zu allen Themen vor – in Zukunft keinen offenen Mund mit herausgestreckter Zunge, dem gerade ein Wattestäbchen bis zum den wahrscheinlich nicht mehr vorhandenen Mandeln eingeführt wird, mehr sehen! Die Einführung des Stäbchens in die Nase finde ich im Übrigen fast noch schlimmer, denn da hat man den Eindruck, der Tester wolle irgendeine Probe aus dem Gehirn entnehmen.
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Nie wieder Urlaub

von Gerhard Hinterkörner
Urlaub ist genau das Gegenteil von Reisen. Dieser Satz stammt nicht von mir, sondern von Klaus Kuhfeld, Autor des Buches „Die Erfindung des Reisens“ und Sozialwissenschaftler. Er plädiert für eine neue Ethik des Reisens und spricht mir dabei aus der Seele. Im Gegensatz zum Reisen, wo es um Erkenntnis und Abenteuer geht, um Spontanität, sich treiben zu lassen, sich in etwas zu verlieben von dem man noch gar nicht wusste, dass es überhaupt vorhanden ist, ist der Urlaub eine Massenbewegung.
Und zwar von unglaublichem Ausmaß.
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Unser Körper lügt nie

von Gerhard Hinterkörner
Wie geht es Ihnen mit der Maske? Haben Sie sich schon angefreundet, kaum Luft zu bekommen, zu schwitzen, lauter sprechen zu müssen, den anderen kaum zu verstehen, mit dem Druck des Gummis hinter den Ohren? All jene, die dieses Unding stundenlang und ordnungsgemäß verwenden müssen, hätten sich meines Erachtens eine Riesenprämie verdient und haben meinen größten Respekt. Ich müsste so einen Beruf an den Nagel hängen.
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Mach-halt-igkeit

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„Machhaltigkeit – Weil nur reden nicht reicht“ heißt derzeit eine neue Kampagne von McDonalds. Unter diesem Titel wird auf diverse Projekte dieser Gruppe verwiesen, z.B. dass für diese Fast Food Kette Lebensmittel aus Österreich zu verwenden schon lange eine Selbstverständlichkeit ist, und dass sie auch laufend dabei ist, diese Quote noch zu erhöhen. Man kann von McDonalds halten was man will, aber das stimmt einfach und damit ist es wahrscheinlich absoluter Spitzenreiter in der österreichischen Gastronomie. Für die heimischen Rindfleischproduzenten waren die geschlossenen Restaurants dieser Kette aus diesem Grund besonders hart.