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Ernährung

Zwiebel

Die Zwiebel bildet bei uns die Grundlage für viele verschiedene Gerichte und wird doch häufig nicht richtig beachtet. Dabei ist das Lauchgewächs vor allem roh äußerst gesund und hat sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet seit vielen hundert Jahren einen Platz in der Naturheilkunde.

10.09.2021

Die Zwiebel gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt und wurde schon im alten Ägypten geschätzt und auf Grund ihrer Form und der Ringe als „Symbol für das ewige Leben“ verehrt. Was die Knolle so gesund macht und warum sie auf deinem Speiseplan landen darf, das verraten wir dir hier.

Gesunde Knolle mit Heilwirkung
Zu beinahe 90 % besteht die Zwiebel aus Wasser und da sie auch kaum Fett enthält ist sie mit etwa 27 kcal je 100 g recht kalorienarm.

Die gesunden Knollen bieten uns auch eine Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen. Da wären zum Beispiel Vitamin C, das als Radikalfänger gilt und eine antioxidative Wirkung hat, und Vitamine der B‑Gruppe, deren Aufgaben in unserem Körper sehr vielfältig sind. Außerdem enthalten Zwiebeln Kalium, das für den Wasserhaushalt unseres Körpers wichtig ist, und Selen, das unter anderem an der Regulation der Schilddrüsenhormone beteiligt ist.

Eine wichtige gesundheitliche Rolle bei der Zwiebel spielen aber auch die Schwefelverbindungen, die übrigens auch dafür verantwortlich sind, dass wir beim Schneiden der Knolle weinen müssen. Diese schwefelhaltigen ätherischen Öle werden gerne auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet, weil sie Bakterien im Mund, im Rachenraum und im Verdauungstrakt unschädlich machen können.

Auch der hohe Gehalt an Ballaststoffen wirkt sich sehr positiv auf unsere Verdauung aus.

Allroundtalent in der Küche
Für unsere Küche ist die Zwiebel ein gesundes Allroundtalent, denn sie ist beinahe überall einsetzbar. Ob du sie kochst, brätst oder roh einsetzt – dieses Gemüse sorgt in vielen herzhaften Gerichten für deine Extraportion Geschmack und Gesundheit. Es kann aber auch, wie zum Beispiel in der Zwiebelsuppe oder einem herzhaften Zwiebelstrudel, als Hauptakteur auf deinem Teller agieren.

Du kannst der Zwiebel aber auch eine süßliche Note geben uns sie zum Beispiel für deinen Burger karamellisieren oder sie zu Zwiebelmarmelade einkochen. Diese passt hervorragend zu Käse aber auch zu deinem Grillgut – egal ob Fleisch oder Gemüse.

Einsatz für deine Gesundheit
Zwiebelsaft gilt als eines der ältesten Hausmittel bei Husten und er ist rasch zubereitet. Für die „kalte“ Herstellung schichtest du fein geschnittenen Zwiebel immer abwechselnd mit Zucker in ein Glas und lässt dies einige Stunden durchziehen. Das Verhältnis von Zucker zu Zwiebel ist dabei etwa 1:1. Hat sich der Zucker verflüssigt kannst du den Saft absieben und in ein sauberes Gefäß umfüllen.

Bei der „warmen“ Methode kochst du eine Zwiebel gemeinsam mit Kandiszucker bei schwacher Hitze auf. Das Ganze lässt du eine Weile stehen und filterst den Sud dann durch ein Sieb oder einen Filter. Schon kann der Saft löffelweise eingenommen werden.

Auch bei Insektenstichen kann eine Zwiebel äußerlich eingesetzt werden. Hierzu kannst du einfach eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf den Stich legen. Der Zwiebelsaft wirkt antibakteriell, desinfiziert und lindert den Juckreiz. Außerdem kann er Schwellungen nach Insektenstichen mildern.

Selbst bei Halsschmerzen schwören viele auf die Kraft der Zwiebel. Für einen Zwiebelwickel wird die Zwiebel in Scheiben geschnitten und in einem Tuch eingeschlagen um den Hals gebunden. Dieser Wickel bleibt dann für etwa eine Stunde und soll Halsschmerzen lindern.

Bitte beachte immer, dass die Anwendung von Hausmitteln einen ärztlichen Rat nicht ersetzen kann.

Die Zwiebel unterstützt uns also in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden und sie ist in unserer Küche eigentlich nicht wegzudenken. Wir denken, daher dürfen wir ihr auch wieder ein bisschen mehr Beachtung schenken - oder?

 

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