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Ernährung

Zu wertvoll für den Müll

Tonnen von Lebensmitteln landen auf dem Müll. Wir sehen die Bilder, starren ungläubig auf die Berge von Nahrungsmitteln und ärgern uns über diesen achtlosen Umgang mit den wertvollen Ressourcen unserer Erde.

17.03.2022

Das tun wir zurecht und es ist längst Zeit, dass es endlich zu einem Umdenken kommt – in der Politik, bei den Lebensmittelkonzernen aber auch bei uns Konsumenten.

Denn wir lassen dabei gerne außer Acht, dass etwa die Hälfte der gesamten Lebensmittelabfälle direkt bei uns zu Hause entsteht. Ja tatsächlich landen je Haushalt bis zu ca. 130 kg genießbarer Lebensmittel jährlich in der Tonne.

In diesem Bereich kann aber jede/r Einzelne viel bewirken und deshalb haben wir für dich hier die besten Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, die du einfach und schnell umsetzen kannst.

 

Der Einkauf

Nicht ohne meine Liste
Eine Einkaufsliste hilft dir, gezielt nur das zu kaufen, was du auch wirklich benötigst. Vor allem bei leicht verderblichen Produkten wie Obst und Gemüse solltest du darauf achten, nur das zu kaufen, was du in kurzer Zeit auch tatsächlich verbrauchen kannst. Wenn du schon vorher planst, was in den nächsten Tagen auf den Tisch kommen soll, kaufst du gezielter und nicht zu viel.

Der Vorab-Check
Bevor du dich auf den Weg zum Einkauf machst, lohnt es sich, mit einem kurzen Blick deine Vorräte zu überprüfen. Somit siehst du gleich wovon du noch genug auf „Lager“ hast und was du vielleicht zusätzlich brauchst, um bald ablaufende Vorräte aufbrauchen zu können.    

Gut gerüstet zum Einkauf
Vor allem in der wärmeren Jahreszeit zahlt es sich aus, mit einer Kühltasche einkaufen zu gehen. Wird die Kühlkette nicht unterbrochen, verlängerst du die Haltbarkeit deiner Lebensmittel.

Sag Nein zu Großpackungen und „Sonderangeboten“
„Nimm 3 und zahl nur 2“ diese und andere „Sonderaktionen“ sind so verlockend, dass man schnell in Versuchung gerät. Stell dir bei solchen Aktionen immer die Frage, ob du diese Mengen tatsächlich verwerten kannst oder ob dir das „Sonderangebot“ nicht doch teurer kommt, als die Einzelpackung, die du wirklich brauchst.

 

Die Lagerung

First in – First out
Damit du in deinem Vorratsschrank keine Überraschung in Form von Lebensmitteln aus dem Jahre X erlebst, kannst du darauf achten, wie du die Produkte einsortierst. Räume die am längsten haltbaren Packungen immer nach hinten und verwende so automatisch immer zuerst die Artikel, die am frühesten ablaufen würden.

Ab in den Kühlschrank
Der Kühlschrank macht es uns heute einfach, unsere Lebensmittel gut aufzubewahren. Es gibt aber auch hier unterschiedliche Zonen, die sich für verschiedene Produkte am besten eignen. Oben ist es im Kühlschrank mit 5°C bis 8°C relativ warm. Dieser Bereich eignet sich perfekt für Getränke, Marmeladen, sauer Eingelegtes usw. In der Mitte des Kühlschranks fühlen sich bei 4°C bis 5°C Milch und Milchprodukte besonders wohl während Fleisch, Wurst und Fisch bei den kühleren Temperaturen im unteren Bereich des Kühlschranks am besten aufgehoben sind. Das Gemüsefach hat seinen Namen natürlich nicht umsonst und eignet sich mit etwa 10°C für die Aufbewahrung von Gemüse, Obst und Salat.

 

In der Küche

From Leaf to Root
Dieser sinnvolle Trend befasst sich damit, dass man häufig viel mehr Teile eines pflanzlichen Lebensmittels verwenden kann, als üblicherweise bekannt ist. Wusstest du zum Beispiel, dass man aus Karottengrün ein köstliches Pesto zaubern kann, oder dass auch der Strunk des Brokkolis hervorragend schmeckt? Mit ein bisschen Wissen in diesem Bereich, kannst du schon viele Kilos an Gemüseabfall sparen.

Eintöpfe und Suppen
Hast du Gemüse, das nicht mehr ganz knackig ist oder vielleicht etwas verschrumpelt? Für Eintöpfe und Suppen ist das gar kein Problem. Mit ein paar Gewürzen und Brühe zauberst du daraus ein schnelles und köstliches Essen.

 

Und wenn doch etwas übrig bleibt…

Auch auf die Sinne vertrauen
Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird häufig als Verfallsdatum verstanden, doch so ist es nicht. Das MHD sagt aus, wie lange ein Produkt verschlossen und bei geeigneter Lagerung mindestens haltbar ist. Ist dieses Datum schon vorüber, muss das noch nicht heißen, dass das Lebensmittel nicht mehr genießbar wäre. Hier lohnt es sich, auf seine Sinne zu vertrauen und vor dem Verzehr auf Aussehen, Geruch und Geschmack zu achten.

Einkochen und Einlegen
Einkochen oder Einlegen eignet sich wunderbar um Obst und Gemüse haltbar zu machen. Für Marmelade oder Kompott macht es auch gar nichts aus, wenn die Früchte nicht (mehr) perfekt aussehen oder etwas verschrumpelt sind.

Reste nicht gleich wegwerfen
Ist dir ein wenig Reis übriggeblieben oder waren die Erbsen zu viel? Am besten du packst diese Reste in kleine Behälter in den Kühlschrank. Vielleicht passt es ja auch zum für morgen geplanten Gericht oder du kreierst daraus deinen Snack fürs Büro?

Reste-Party
Es ist nicht immer zu schaffen, dass alles restlos aufgegessen wird. Für deine Reste kannst du dir aber auch etwas Kreatives einfallen lassen. Frag zum Beispiel deine Nachbarn, Freunde oder Familie ob auch sie noch kleine Reste im Kühlschrank haben und veranstalte eine Reste-Party. Gemeinsam könnt ihr aus euren Resten kreative Rezepte entwerfen oder bei fertigen Gerichten ein „Buffet“ gestalten.

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