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Ernährung

Versteckte tierische Produkte

Immer mehr Menschen in unseren Breitengraden möchten bei ihrer Ernährung auf Fisch und Fleisch verzichten. Die Beweggründe reichen hier von gesundheitlichen, ökologischen bis zu moralischen Aspekten oder sind eine Kombination aus diesen. Auch der Tierschutz bzw. der Protest gegen die Massentierhaltung spielt für Vegetarier und Veganer häufig eine Rolle.

09.07.2021

Leider ist es aber nicht immer einfach, überhaupt zu erkennen, ob ein Produkt tatsächlich keine Inhaltsstoffe oder Verunreinigungen aus Fleisch enthält. Auch die Zutatenliste gibt nicht immer eindeutig Aufschluss darüber, denn einige Zutaten werden als E-Nummern angegeben oder sind gar nicht angeführt, da sie nicht deklarationspflichtig sind. Auch häufige Rezepturänderungen führen dazu, dass ein als vegetarisch oder vegan wahrgenommenes Produkt plötzlich doch nicht mehr gänzlich fleischlos ist.

Es zahlt sich daher aus, genauer auf die Verpackungsangaben zu schauen, wenn man wissen will, ob ein Produkt tatsächlich für Vegetarier oder Veganer geeignet ist.

Süßes und Fruchtsäfte
In Süßigkeiten wie Gummibärchen aber auch in einigen Joghurts und zum Beispiel Puddings ist Gelatine enthalten. Diese wird aus Schlachtabfällen wie Häuten, Knochen, Knorpeln und Sehnen hergestellt. Was noch weniger bekannt ist, ist dass diese auch bei Fruchtsäften zum Einsatz kommen kann. So wird, um einen naturtrüben Saft zu filtern, diesem Gelatine zugesetzt, um zusammen mit den Trübstoffen dann wieder herausgefiltert zu werden. Da im Endprodukt keine Gelatine mehr nachweisbar ist, gilt sie als technischer Hilfsstoff und muss somit nicht gekennzeichnet werden.

Wein
Auch zur Schönung (Klärung) des Weins können Gelatine oder andere tierische Produkte wie die Fischblase verwendet werden. Es wird aber nicht jeder Wein geklärt und es gibt hier auch alternative Methoden, die jedoch meist aufwändiger und teurer sind. 

Käse
Zur Herstellung von Käse benötigt man Lab und dieses wird auch aus den Mägen von Wiederkäuern hergestellt. Üblicherweise werden hierzu Schlachtabfälle verwendet. Es gibt heute aber auch vegetarische Alternativen zum tierischen Lab und so kannst du beim Einkauf auf freiwillige Angaben der Hersteller achten.

Backwaren
Das Mehlbehandlungsmittel Cystein (E920)  wird in der Lebensmittelindustrie eingesetzt um Teige elastischer und besser knetbar zu machen. Es sorgt außerdem für luftiges Gebäck, das seine Konsistenz behält. Hergestellt wird Cystein aus Haaren, Horn und Federn – heute ist aber auch die Herstellung mit Hilfe von Bakterien möglich.

Knabbereien und Chips
Vor allem in Form von Aromastoffen und Geschmacksverstärkern verstecken sich tierische Zutaten häufig in salzigen Knabbereien. Da einige Zusatzstoffe nicht kennzeichnungspflichtig sind, lohnt es hier, auf Labels wie das Vegan-Label zu achten oder einfach direkt beim Hersteller nachzufragen.

Rot eingefärbte Produkte
Karmin ist in Europa als Lebensmittelfarbstoff E120 zugelassen und wird aus getrockneten und gemahlenen Schildläusen gewonnen. Eingesetzt wird der Farbstoff vor allem in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie und ist so in einigen rot gefärbten Produkten wie Süßigkeiten, Getränken und Marmeladen enthalten.

Es ist also nicht immer einfach, sich tatsächlich vegan oder vegetarisch zu ernähren und dabei auch nichts zu übersehen. Viele Organisationen verlangen daher schon lange nach einer besseren Kennzeichnungspflicht auch für Zusatzstoffe, Aromen und Hilfsstoffe.

Eine gute Orientierung bietet aber das V-Label der Europäischen Vegetarischen Union. Produkte, die mit diesem Label gekennzeichnet sind, werden auf ihre Zusammensetzung und jeden Produktionsschritt überprüft.

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