I Mind my Food
Ernährung

Tipps zum Schlemmen in der Weihnachtszeit

Genuss ohne Reue - mit Enzymen & pflanzlichen Helferlein

15.12.2021

Alle Jahre wieder: Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit. Allein der wohlriechende Duft von frischgebackenen Weihnachtskeksen lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen und ein fruchtiger Punsch wärmt nicht nur von innen, sondern schmeckt besonders in der kalten Jahreszeit auch richtig gut. Die Adventszeit hält viele süße Leckereien bereit, die man gerne genießt - oftmals zum Übel unserer Verdauungsorgane, denn sie müssen in dieser Zeit Höchstleistungen vollbringen. Wer ständig Süßes, Fettes oder schlicht weg zu viel isst, überfordert seinen Magen-Darm-Trakt. Dann können Verdauungsbeschwerden wie Bauchkrämpfe, Sodbrennen, Völlegefühl und Blähungen die Folgen sein. Auch in er Vorweihnachtszeit ist es ratsam auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung zu achten.

Um unserem Wohlfühlorgan, dem Darm auch in dieser Zeit etwas Gutes zu tun und trotzdem genießen zu können, bieten Enzyme und spezielle Pflanzenextrakte die notwendige Unterstützung. Schenken wir also unserer Verdauung die Aufmerksamkeit, die sie braucht. Dann steht auch dem vorweihnachtlichen Genuss nichts im Wege.

 

Was sind Enzyme und wie können sie unsere Verdauung unterstützen?
Enzyme sind Proteine, die vom Körper selbst gebildet werden. Vereinfacht gesagt handelt es sich um Hilfsstoffe, die in unserem Körper alle wichtigen Stoffwechselreaktionen antreiben. Aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen sind sie einfach unverzichtbar. Sie werden nicht umsonst als die „Bausteine des Lebens“ bezeichnet. Die wohl bedeutsamste Aufgabe übernehmen die Verdauungsenzyme, die für die optimale Aufspaltung von Nährstoffen dienen. Auf diese Weise werden die Nahrungsbestandteile (z.B. Eiweiße, Fette oder Kohlenhydrate) in ihre Einzelteile zerlegt und können so über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen werden.

Unterschiedliche Verdauungsenzyme mit spezifischen Aufgaben:

  • Proteolytische Enzyme (z.B. Trypsin oder Chymotrypsin), werden zur Verdauung von Eiweiß benötigt. Hierzu zählen u.a. auch eiweißspaltende Pflanzenextrakte wie Bromelain, welches aus der Ananas-Frucht und der Pflanze selbst gewonnen wird. Papain kommt in der noch grünen Schale und den Kernen der Papayafrucht vor und Ficin wird aus der Feige gewonnen. 
  • Lipasen spalten die mit der Nahrung aufgenommenen Fette. 
  • Amylasen sind für die Kohlenhydratverdauung zuständig. 
  • Laktase spaltet Milchzucker (Laktose) in ihre Bestandteile Galaktose und Glukose. 
  • Cellulasen unterstützen die Verdauung von Ballaststoffen, indem sie Cellulose abbauen.

Enzyme tragen dadurch zu einem gesunden Darm bei und sorgen dafür, dass Nährstoffe vom Körper bestmöglich verwertet und gespeichert werden. Fehlen Enzyme, oder werden diese nicht ausreichend gebildet, gerät unsere Verdauung allmählich aus dem gewohnten Gleichgewicht. Gerade der „moderne“ Ernährungsstil von heute, der durch schnelles oder hastiges Essen oder einem Übermaß an Nahrung geprägt ist, kann sich mit Verdauungsproblemen rächen. Die Adventszeit mit ihren klassischen Leckereien steht dem in nichts nach und kann unseren Stoffwechsel ebenfalls belasten. Um den Beschwerden vorzubeugen und die Verdauungsleistung zu verbessern, ist die Einnahme von Verdauungsenzymen direkt vor einer Mahlzeit hilfreich.

Kekszeit ist „Glutenzeit“
Lebkuchen, Vanillekipferl, Zimtsterne. Die Vorweihnachtszeit kann die Tage bis zum großen Fest mehr als versüßen, doch so manch eine(r) leidet, anstatt dem Genuss zu frönen. Grund dafür kann der vermehrte Verzehr von Gebäck sein, der wiederum auf eine mögliche Glutenunverträglichkeit schließen lässt. Durchfall oder Blähungen sind dann keine Seltenheit. 
Gluten ist ein Protein, das in verschiedenen Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Roggen und Hafer natürlich vorkommt. Das Problem dabei ist, dass Glutenproteine für den Menschen schwer zu verdauen sind und dann in den typischen Verdauungsbeschwerden resultieren können. Um dem entgegenzuwirken und den Abbau von Gluten im Magen zu verbessern, hat sich das Enzym AN-PEP als wirksam erwiesen. Es ist in der Lage, das gesamte Glutenprotein in kleinere Fragmente zu zerlegen, die dann leichter zu verdauen sind. 

Hilfe aus dem Kräutergarten – pflanzliche Helferlein für den beanspruchten Darm
Jeher gelten Kräuter und Pflanzen wie etwa Kamille, Pfefferminzblätter, Süßholz, Enzian oder Ingwer als wirkungsvolle Verdauungsförderer, die schnell und effektiv Abhilfe schaffen. Als unterstützende Maßnahme gegen Verdauungsbeschwerden wie Bauchkrämpfe, Blähungen oder Völlegefühl haben sich zudem Anis, Kümmel und Fenchel bewährt. Letzterer gilt als traditioneller Pflanzenstoff, der auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblickt.Fenchel-Extrakt wirkt zum einen der unangenehmen Gasentwicklung durch die Aktivität von Bakterien entgegen und kann auf diese Weise Blähungen reduzieren und wirkt zum anderen entspannend auf den Verdauungstrakt. Das besondere an diesen Kräutern und Pflanzen ist, dass sie einerseits die notwendigen Bitterstoffe liefern, und andererseits beruhigend auf die Magenschleimhaut wirken.

 

Bitterstoffe – Verdauung leicht gemacht
Um eine träge Verdauung in der schönsten Zeit des Jahres erst gar nicht aufkommen zu lassen und den Stoffwechsel zu aktivieren, sollten auch Bitterstoffe jetzt gezielt zum Einsatz kommen. Die Vielzahl an positiven Wirkungen spricht klar für die Powerstoffe aus der Natur. Diese kurbeln nicht nur die Verdauung an, sondern gelten als die Lieblinge in Sachen Leberunterstützung. Besonders wertvolle Bitterstofflieferanten sind z.B. die Mariendistel, Löwenzahn oder Artischocke. Sie können Leber und Galle anregen und so den Darm bei seiner Verdauungstätigkeit unterstützen. Dadurch erhöhen sie die Verträglichkeit von Speisen und fördern den Speichelfluss und die Bildung von Magensäften.

 

Fazit: Wir alle kennen dieses Gefühl nach einer üppigen Mahlzeit, wenn der Bauch drückt und sich im Magen Unwohlsein ausbreitet. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit machen vielen unter uns genau diese Beschwerden zu schaffen. Kekse, Glühwein & Co können nämlich schon vor den großen Feierlichkeiten ordentlich auf den Magen und Darm schlagen. Und um nicht vor den eigentlichen Festtagen einen Verdauungs-Kollaps zu riskieren, bietet sich als ideale Unterstützung die Zufuhr von Verdauungsenzymen und ausgewählten Pflanzenextrakten an. Nicht zu vergessen: sich Zeit nehmen, langsam und bewusst die herrlichen Leckereien genießen. Wer seiner Verdauung noch zusätzlich etwas Gutes tun möchte, der setzt auf den altbewährten Verdauungsspaziergang an der frischen Luft. Dieser bringt nicht nur den Kreislauf so richtig in Schwung, sondern auch Magen und Darm. Frohes Schlemmen ohne schlechtes Gewissen ist in der Weihnachtszeit möglich, wenn man nur einige Dinge beachtet.

 

Referenzen:

Roxas M. 2008. The role of enzyme supplementation in digestive disorders. Altern Med Rev. 13(4):307-14.

Elli L et al. 2015. Diagnosis of gluten related disorders: Celiac disease, wheat allergy and non-celiac gluten sensitivity. World J. Gastroenterol. 21(23):7110–7119.

Salden BN et al. 2015. Randomised clinical study: Aspergillus niger-derived enzyme digests gluten in the stomach of healthy volunteers. Aliment. Pharmacol. Ther. 42(3):273–285.

Badgujar SB et al. 2014. Foeniculum vulgare Mill: A Review of Its Botany, Phytochemistry, Pharmacology, Contemporary Application, and Toxicology. Biomed Res Int. 2014: 842674.

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Die Autorin
Natalie Lebner MSc

Ernährungswissenschaftlerin
Miracon Science GmbH

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