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Ernährung

Nachhaltiger kochen – aber wie?

Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden für die meisten von uns immer wichtiger – zum Glück.

26.05.2021

Wir wissen, dass etwa 40 % der gesamten Emissionen der EU aus dem Ernährungssektor stammen. Was viele von uns aber noch nicht so genau wissen, ist „Wie kann ich selber etwas zur Reduktion dieser Emissionen beitragen?“

In unserem Artikel „Klimafreundlich einkaufen – geht das?“ haben wir dir schon ein paar Tipps an die Hand gegeben, mit denen du deinen Einkauf nachhaltiger gestalten kannst. Doch unsere Ernährung hört nicht beim Einkauf auf, denn aus unseren wertvollen Lebensmitteln zaubern wir dann noch köstliche Gerichte. Wie du auch beim Kochen und Backen auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit achten kannst, das zeigen wir dir hier.

Kochen mit Plan
Damit du so wenige Lebensmittel wie möglich verschwendest, ist es absolut sinnvoll, dir einen Kochplan zu erstellen. Wahrscheinlich fällt es dir schwer, jetzt schon einen Speiseplan für eine ganze Woche zu erfinden, aber es ist schon ein guter Anfang, wenn du weißt, was du heute, morgen und übermorgen zaubern möchtest. 
So verhinderst du, dass du im Laden Lebensmittel einpackst, die du dann doch nicht brauchst und hast außerdem eine gute Übersicht, um genug Abwechslung auf den Teller zu bringen. Ein weiteres großes Plus, das für einen Koch- und Speiseplan spricht, ist, dass du dir damit auch viel Zeit ersparen kannst. Wenn du zum Beispiel für heute Mittag ein Reis- oder Pastagericht einplanst und das auch für das morgige Abendessen eine Beilage sein soll, kochst du einfach gleich eine etwas größere Menge und sparst dir diesen Schritt für morgen. 

Kreativer Restetag
Einmal ist der Appetit etwas größer, aber dann hat man doch nicht so viel Hunger und „die Augen waren größer als der Magen“ wie man sagt. Wenn dann noch mehrere Familienmitglieder oder auch Freunde bekocht werden, ist es wirklich nicht einfach, beim Einkauf und der Zubereitung die genau richtigen Mengen zu berechnen. Daher kannst du dir auch einfach Restetage einplanen und dann schauen, was in deinem Kühlschrank noch darauf wartet, genossen zu werden. So entstehen dann oft auch sehr kreative, neue Rezepte 😊

Energie sparen
Spätestens wenn wir unsere frischen Zutaten in der Küche verarbeiten, verbrauchen wir dafür natürlich Energie. Aber auch hier können wir Strom sparen und das Schönste dabei, es bedeutet keinen zusätzlichen Aufwand.
So kannst du zum Beispiel im Backrohr die Restwärme nutzen und dieses je nach Gericht und Garzeit schon ein paar Minuten früher abstellen. Wenn du dein übrig gebliebenes Gebäck zu Knödelbrot verarbeitest, nutze die Restwärme einfach für die Trocknung.
Für jeden Topf gibt es einen Deckel – und diesen solltest du auch verwenden, wenn du Flüssigkeiten erhitzen willst. Das Wasser oder die Suppe werden so schneller heiß und das spart dir Zeit und Energie.

Noch warme Speisereste lasse erst außerhalb des Kühlschranks abkühlen, bevor du sie hineinstellst – so vermeidest du, dass der Kühlschrank unnötig viel „arbeiten“ muss für den Kühlvorgang.

Was kommt auf den Teller?
Je unverarbeiteter Lebensmittel sind, desto klimafreundlicher sind sie auch in der Regel. Saisonalität und Regionalität bringen dann auch Abwechslung auf deinen Teller. Verarbeitete Produkte und Fertiggerichte haben schon einen längeren Produktionsweg hinter sich und damit einhergehend natürlich auch die CO2-Belastung. Leider sind häufig auch die Verpackungen von Fertigprodukten sehr aufwändig und nicht als umweltfreundlich zu bezeichnen.

Bei der Auswahl deiner Lebensmittel lohnt es sich auf jeden Fall auch für die Umwelt auf Bio-Artikel zu setzen. Diese werden umwelt- und ressourcenschonender hergestellt und du musst nicht so viele chemische Pestizide „mitschlucken“.

Für später
Trotz guter Planung bleibt etwas über? Da bist du sicher nicht alleine! Unser Leben verläuft eben nicht nach Plan und so können anfallende Überstunden oder auch eine spontane Essenseinladung unsere guten Kochvorhaben durcheinanderwirbeln. Dann kontrolliere einfach deinen Kühlschrank auf doch nicht verbrauchte Lebensmittel und mach diese wenn möglich haltbar. Sehr viele Nahrungsmittel können wir einfrieren, aus etwas welkem Gemüse kannst du noch tolle Suppen zaubern und zu weiche Früchte zum Beispiel zu Marmelade einkochen. Es muss nicht alles gleich in der Biotonne landen, nur weil es nicht mehr ganz so schön aussieht.

Was essbar ist, wird gegessen
Bei vielen Gemüsesorten verwenden wir oft nur bestimmte Teile, obwohl auch der Rest essbar wäre. So kannst du bei Brokkoli nicht nur die Röschen, sondern auch den Strunk verwenden und mit Karottengrün Suppen und Saucen verfeinern. Auch bei der Petersilie hat der Stängel genau so viel Geschmack wie die Blätter. Du kannst sie also klein geschnitten verwenden oder aber du bündelst die Stängel zum Beispiel mit einem Faden und lässt sie in deinem Eintopf mitgaren. 

Teile was du doch nicht brauchst
Du hast doch zu viel eingekauft, gekocht oder beim Kuchen bleiben dir immer ein paar Stücke übrig? Beglücke doch deine Freunde, Arbeitskollegen oder Nachbarn mit deinen Köstlichkeiten. Es gibt hier in einigen Orten und Nachbarschaften schon tolle Projekte, die nicht nur das Essen zu den Leuten, sondern auch die Menschen untereinander näherbringen.

Du siehst also, auch beim nachhaltig Kochen kann man mit kleinen Schritten schon viel erreichen. Du möchtest noch mehr Inspiration zu diesem oder anderen Ernährungsthemen? Kontaktiere uns, wir sind für dich und deine Vorhaben gerne da!

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