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Kapuzinerkresse – farbenfroher Genuss mit Wirkung

Sie klettert oder kriecht und verzaubert uns mit ihrer schönen Blattform und den intensiv leuchtenden Blüten. Die Kapuzinerkresse ist in vielen unserer Gärten zu finden.

27.08.2021

Dass die Blüten essbar sind, wissen auch die meisten. Warum sie aber 2013 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt wurde und was du alles daraus machen kannst, das kannst du hier nachlesen.

So sieht sie aus – da kommt sie her
Typisch für die Kapuzinerkresse sind die runden Blätter und die leuchtend orangefarbenen Blüten. Ab Juni kannst du ihre Blütenpracht bewundern und diese bildet sich immer wieder, bis zum ersten Frost.

Heute kannst du die Kapuzinerkresse in fast allen Ländern der gemäßigten Klimazonen finden, ursprünglich stammt sie jedoch aus Lateinamerika und bereits die Inka sollen sie als Schmerz- und Wundheilmittel verwendet haben.

So bringst du sie in deine Küche
Der Geschmack der Kapuzinerkresse ist jenem der Brunnenkresse sehr ähnlich und kann als recht würzig und leicht scharf beschrieben werden. Besonders an dieser Pflanze ist auch, dass alle überirdischen Teile essbar sind. So kannst du sowohl Blätter und Blüten verwenden als auch die grünen Samen und geschlossenen Knospen.

Die Blätter und Blüten schmecken herrlich auf deinem Butterbrot und können auch deinen Salat verfeinern. Im Kräutertopfen sorgen sie für eine würzige Schärfe und passen perfekt zu Kartoffeln. Da die Blüten etwas milder im Geschmack sind, kannst du mit ihnen auch dein Dessert dekorieren.

Den Geschmack und die Farbe der Blätter und Blüten kannst du auch für einen Essig nutzen. Dazu füllst du ein Schraubglas bis etwa zur Hälfte mit Blüten und klein geschnittenen Blättern und übergießt diese mit einem Essig deiner Wahl, bis das Gefäß voll ist. Schüttle den Essig ein Mal täglich und lasse das Gemisch dann etwa drei Wochen stehen. Du profitierst so nicht nur vom Geschmack, sondern auch von den gesunden Inhaltsstoffen der Kapuzinerkresse.

Geschlossene Knospen und unreife Samen kannst du genauso wie Kapern einlegen und verwenden und die getrockneten Samen dienen auch als Pfefferersatz.

So kann sie dir helfen
2013 wurde vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde der Universität Würzburg die Kapuzinerkresse zur Arzneipflanze des Jahres gekürt.

Die Kapuzinerkresse enthält viel Vitamin C. Für die medizinische Wirkung sind aber vor allem die enthaltenen Glucosinolate von Bedeutung. Sie verleihen den würzigen Geschmack und werden im Körper in Senföle umgewandelt. Diese Öle können laut Studienkreis die Vermehrung von verschiedenen Bakterien, Viren und Pilzen hemmen und weisen einen durchblutungsfördernden Effekt auf. Daher wird die Kapuzinerkresse schon seit Jahrzehnten zur Vorbeugung und Therapie von Infekten der Atemwege und der Harnwege eingesetzt.

Als natürliches Antibiotikum wird die Pflanze auch deshalb bezeichnet, weil Studien zu dem Ergebnis kamen, dass das Kraut der Kapuzinerkresse zusammen mit Meerrettichwurzel bei Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis und akuter Blasenentzündung gut wirksam ist.

Die Kraft dieser Pflanzen nutzen viele Menschen in Form von selbstgemachten Tinkturen für die Blüten und Blätter und fein geraspelter Meerrettich mit mindestens 40%igem Alkohol übergossen werden. Die Mischung bleibt etwa zwei bis drei Wochen stehen und wird dann gefiltert.

Zur Stärkung des Immunsystems, bei Erkältungen und Blasenentzündungen schwören viele auf diese Tinktur, die dann dreimal täglich zu je 20 Tropfen eingenommen wird. Über einen längeren Zeitraum sollten solche Tinkturen aber nicht eingenommen werden, weil sie die Magenschleimhaut reizen können.

Natürlich gibt es aber auch in der Apotheke Präparate, die die gesundheitsfördernden Wirkstoffe der Kapuzinerkresse nutzen.

Bei diesem würzigen Geschmackserlebnis und den Wirkungen für Gesundheit und Wohlbefinden lohnt es sich allemal, die Kapuzinerkresse regelmäßig zu naschen oder damit deine Gerichte zu verfeinern.

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