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Ernährung

Fit in den Frühling

(Mikronährstoff)-Tipps gegen Frühjahrsmüdigkeit

01.03.2022

Die Natur lässt es schon erahnen: Der Frühling naht mit großen Schritten. Die ersten Blüten und Knospen sprießen aus der Erde, die Tage werden länger und wärmer und zaubern uns ein Lächeln ins müde Gesicht. Nach den langen Wintermonaten sind die ersten warmen Sonnenstrahlen geradezu wie ein Balsam für die getrübte Seele. Viele können die hellere Jahreszeit kaum erwarten, doch mit den sonnigen Frühlingstagen beginnt auch meist die Frühjahrsmüdigkeit. Doch was steckt hinter diesem Phänomen und was können wir dagegen tun, um uns kraftvoll und munter zu fühlen?

In unseren Breitengraden leiden in etwa zwei Drittel der Menschen unter Frühjahrsmüdigkeit. Anstatt mit voller Elan in den Tag zu starten, fühlen wir uns müde, gereizt, schlapp und können uns kaum konzentrieren. Zusätzlich machen Kreislaufbeschwerden und Schlafstörungen vielen unter uns zu schaffen. Hier spricht man von einer Form der Wetterfühligkeit, die besonders durch Temperatur- und Lichtschwankungen entsteht. Typische Symptome wie Abgeschlagenheit, Schwindel oder Kreislaufschwäche treten vor allem bei Frauen und älteren Menschen häufig auf.

Was sind die Ursachen der Frühjahrsmüdigkeit?

Wir Menschen sind Meister in Sachen Anpassung. Entsprechend den äußeren Bedingungen, wie den Licht- und Temperaturverhältnissen wird auch unser Stoffwechsel und Hormonhaushalt reguliert. Im Winter wird das müde machende und stimmungsdrückende Schlafhormon Melatonin gebildet. Demgegenüber wird weniger vom Wach- und Gute-Laune-Hormon Serotonin gebildet und die Reserven bis zum Frühling allmählich aufgebraucht. Wenn im Frühling die Sonne wieder kräftiger und länger scheint, kehrt sich das Verhältnis wieder um. Die Änderungen im Stoffwechsel- und Hormonhaushalt durch die Wärme, führen zu einem vorübergehenden Energiemangel und vermehrten Auftreten von Müdigkeit. Licht ist der wesentlicher Faktor bei Müdigkeit und Wachheit. Trifft das natürliche helle Tageslicht auf bestimmte Rezeptoren in der Netzhaut werden Glückshormone (z.B. Serotonin, Dopamin) und belebende Botenstoffe (z.B. Endorphine) freigesetzt. Im Gegenzug wird bei Dunkelheit mehr Melatonin produziert, das uns schläfrig macht und den Stoffwechsel verlangsamt.

Um Energie zu tanken und den Körper so richtig in Schwung zu bringen, empfiehlt sich neben viel Bewegung an der frischen Luft sowie einer ausgewogene Ernährung auch auf eine gute Vitaminversorgung zu achten.

Vitaminmangel macht müde

Erfahrungsgemäß ist der Großteil der Bevölkerung im Winter von einem Vitamin D-Mangel betroffen. Bedingt durch die geringe Sonnenstrahlung in den Wintermonaten in weiten Teilen Europas, ist eine ausreichende Vitamin-D-Bildung nicht möglich. Anhand einer aktuellen Analyse von über 1300 PatientInnen konnte bei 81 % der TeilnehmerInnen ein Vitamin-D-Mangel im Frühling festgestellt werden (Biogena Good Health Study 2021). Ein weiterer Grund für die Müdigkeit kann ein Vitamin-C-Mangel durch die vitaminärmere Ernährung im Winter sein. Treten Wetterfühligkeit, Abgeschlagenheit, Kreislaufschwäche und Schwindel dauerhaft und in einer hohen Intensität auf, kann es sich um einen Eisenmangel oder um eine Unterfunktion der Schilddrüse handeln. Auch Depressionen und Allergien können mit Müdigkeit verbunden sein. Daher ist eine ärztliche Abklärung eine wichtige Maßnahme. Ständig wechselnde Wetterverhältnisse und natürliche Umstellungsprozesse des Körpers machen zusätzlich zu schaffen. Nach den langen Wintermonaten muss der Körper sich allmählich wieder auf kürzere Schlafphasen und längere Tageszeiten einstellen. Das braucht seine Zeit. Doch der Lichtmangel im Winter macht nicht nur träge und lustlos, sondern kann auch den Heißhunger auf ungesunde Snacks wie Schokolade und Co schüren. Hier können schon kleine Änderungen im Alltag helfen. Ein Spaziergang an der frischen Luft stimmt schon viel positiver und bringt gute Laune.

 Aktiv gegen den Frühjahrs-Blues

Ein guter Tipp um gegen Frühjahrsmüdigkeit anzugehen und den Kreislauf zu stärken, ist mit Bewegung in den Tag zu starten bzw. sportliche Aktivitäten im Freien wie Joggen, Walken oder Fahrradfahren. Diese halten nicht nur fit, sondern versorgen den Körper mit ausreichend Sauerstoff. Gute Stimmungsaufheller bieten zudem spezielle Tageslicht- oder Sonnenlampen. Regelmäßig angewandt tragen sie zur Verbesserung von Energie und Konzentration bei. Helle leuchtende Farben in den eigenen Wohnräumen aber auch in der Frühjahrsgarderobe helfen zusätzlich und heben den Serotoninspiegel. Ein angenehmer frischer Duft in Form von Aromaölen wie Zitrone, Orange oder Zitronengras wirken belebend und aktivieren die Sinne. Gerade im Frühjahr ist ein erholsamer Schlaf wichtig, denn nachts arbeitet das Immunsystem auf Hochtouren und bildet neue Abwehrkräfte.

Richtige Ernährung als Wachmacher

Um die Müdigkeit im Frühling zu vertreiben, ist eine ausgewogene und leicht verdauliche Ernährung besonders hilfreich. Hierbei spielt auch die Reduzierung von einfachen Kohlenhydraten und ungesunden Fetten eine wichtige Rolle. Eine optimale Vitaminzufuhr, durch viel frisches Obst und Gemüse sowie die Aufnahme von Aminosäuren zur Bildung des „Wachmachers“ Serotonin tragen zu einem gesteigerten Wohlbefinden bei. Mehrere kleinere Mahlzeiten verteilt über den Tag versorgen den Körper gleichmäßig mit Energie und belasten den Organismus weniger. Eine gezielte Substituierung mit einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen, z.B. Magnesium, Eisen und Vitamin D schafft zusätzlich Abhilfe.

  • Magnesium spielt eine wichtige Rolle für eine gesunde Nerven- und Muskelfunktion und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Elektrolytgleichgewichts. Zudem trägt es zu einem guten Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüden bei.
  • Eisen ist zentral für die Bildung von Hämoglobin und sorgt damit für eine gute Sauerstoffversorgung des Körpers. Es fördert den Energiestoffwechsel und die Verringerung von Müdigkeitserscheinungen.
  • Vitamin D unterstützt die Muskelfunktionen und ist wichtig für eine gesunde Immunfunktion.
  • Zur Aktivierung des Stoffwechsels und zur Energiegewinnung braucht unser Körper vor allem B-Vitamine, darunter Vitamin B2 welches für einen normalen Energiestoffwechsel sorgt und zur Verringerung von Müdigkeits- und Ermüdungserscheinungen beiträgt.
  • Vitamin B 12 wird benötigt, um den normalen Energiestoffwechsel aufrechtzuerhalten, es sorgt für Vitalität und verringert Müdigkeit. Vitamin B12 trägt zur Unterstützung des Nervensystems und der geistigen Funktionen bei. Zusätzlich unterstützt es das Immunsystem, die Zellteilung und die Bildung roter Blutkörperchen.

Der Frühjahrsmüdigkeit trotzen: Nach dem langen Winter fiebern wir sehnlichst dem Frühling entgegen und können die hellere Jahreszeit kaum erwarten. Doch mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt auch meist die Frühjahrsmüdigkeit. Glücklicherweise gibt es einige Tipps und Tricks gegen den lästigen Frühjahrs-Blues. Viel Licht tanken und sportliche Betätigung – am besten in der freien Natur – sind ideal und effektiv. Um uns perfekt auf den Frühling einzustellen, ist eine ausgewogene Ernährung unabdingbar. Bei Bedarf und um Mikronährstofflücken zu schließen, die über den Winter entstanden sind, ist die Zufuhr von hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln eine sinnvolle und praktikable Lösung. Mit den richtigen Maßnahmen haben Antriebslosigkeit und schlechte Laune im Frühling also keine Chance.

Literatur beim Verfasser.

 

 

 

 

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Die Autorin
Natalie Lebner MSc

Ernährungswissenschaftlerin
Miracon Science GmbH

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